Parallelen zum Germanwings-Absturz

Britische Kinos warnen Zuschauer vor Szenen in "Wild Tales"

London - Wegen frappierender Parallelen zum Absturz der Germanwings-Maschine in Frankreich haben mehrere britische Kinos den argentinischen Film "Wild Tales" mit einem ausdrücklichen Warnhinweis versehen.

Der Film enthalte Szenen, die einige Zuschauer nach dem Absturz vom 24. März verstören könnten, hieß es auf der Internetseite der Kinokette Curzon. Die Filmförderung British Film Institute wies ausdrücklich daraufhin, dass der Film reine Fiktion und alle Ähnlichkeit rein zufällig sei.

Der Episodenfilm des argentinischen Regisseurs Damián Szifrón war am Freitag in die britischen Kinos gekommen. In einer der Kurzgeschichten entdecken die Passagiere eines Flugzeugs nach und nach, dass sie mit dem Flugbegleiter bekannt waren und ihm in irgendeiner Weise Leid zugefügt haben - dieser verschanzt sich im Cockpit und will die Maschine zum Absturz bringen.

Der Airbus A320 der Lufthansa-Tochter Germanwings war am Dienstag vergangener Woche in den südlichen französischen Alpen zerschellt. Alle 150 Menschen an Bord starben. Der deutsche Copilot Andreas L. steht im Verdacht, die Maschine absichtlich zum Absturz gebracht zu haben.

In Deutschland war "Wild Tales - Jeder dreht mal durch" bereits Anfang Januar in die Kinos gekommen. Auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter fragten sich inzwischen mehrere Zuschauer, ob Andreas L. den Film gesehen hat.

Der Film "Wild Tales" kam im Jahr 2014 in die Kinos. Den Trailer, wie er damals in den Kinos zu sehen war, können Sie hier ansehen. Es sei allerdings noch einmal auf Parallelen zum Germanwings-Absturz hingewiesen.

Der Kinotrailer zu "Wild Tales"

Alle aktuellen Informationen zum Germanwings-Absturz erfahren Sie im Live-Ticker.

AFP

Rubriklistenbild: © Prokino Filmverleih

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