Caroline Link darf hoffen

- Bei der Vergabe der 75. Oscars ist in Hollywood "Crime Time" angesagt. Das Musical "Chicago" um zwei mörderische Show-Stars und ihren kriminellen Anwalt sowie das Historien-Drama "Gangs of New York" um Bandenkämpfe und korrupte Politiker New York des Jahres 1863 sind die großen Favoriten. Hoffnungen auf den begehrtesten Filmpreis der Welt gibt es auch für den deutschen Beitrag "Nirgendwo in Afrika".

<P>Das Werk wurde von der US-Filmakademie neben vier anderen Anwärtern für die Kategorie bester ausländischer Film nominiert. Die Verleihung ist in der Nacht vom 23. auf 24. März.</P><P>Rob Marshalls Verfilmung des Broadway-Musicals "Chicago" geht mit 13 Nominierungen ins Rennen. "Gangs of New York" von Martin Scorsese erhielt zehn. Dicht auf liegt mit neun Nominierungen "The Hours" von Stephen Daldry. Neben diesen drei Streifen gehören auch "Der Herr der Ringe - Die zwei Türme" sowie das Holocaust-Drama "Der Pianist" zu den Anwärtern auf den Titel "Bester Film".</P><P>Auf einen Oscar als beste Schauspielerin kann für ihre Hauptrolle in "Chicago" René´e Zellweger hoffen. Richard Gere, der männliche Star des Musicals, wurde von der Academy übergangen. Kritiker hatten bemängelt, dass seine Gesangs- und Tanzdarbietungen nicht mithalten konnten. Nominierungen als beste Nebendarsteller erhielten für "Chicago" Queen Latifah, Catherine Zeta-Jones und John C. Reilly. Vorgeschlagen wurde auch Regisseur Rob Marshall.</P><P>Auf einen Oscar als beste Schauspielerin können auch Salma Hayek für ihre Darstellung der Malerin Frida Kahlo in "Frida", Nicole Kidman als Schriftstellerin Virginia Woolf in "The Hours" und Diane Lane als abtrünnige Gattin in "Untreu" hoffen. Julian Moore bekam gleich zwei Nominierungen mit Rollen von unglücklichen Frauen - als beste Hauptdarstellerin in "Dem Himmel so fern" und als beste Nebendarstellerin in "The Hours".</P><P>Als beste Schauspieler wurden Adrien Brody als Musiker auf der Flucht vor den Nazis ("Der Pianist") und Nicolas Cage in der Doppelrolle von Drehbuch schreibenden Zwillingen in der düsteren Hollywood-Satire "Adaptation" nominiert. Michael Caine erhielt in dieser Kategorie eine Anwartschaft mit der Verfilmung des GrahamGreene-Romans "Der stille Amerikaner". Daniel Day-Lewis könnte mit der Darstellung eines brutalen Unterwelt-Bosses in "Gangs of New York seinen zweiten Oscar gewinnen.</P><P>Doch der ganz große Erfolg winkt Jack Nicholson. Als Witwer, der vor den Scherben seines bisherigen Lebens steht, glänzte er in der Tragikomödie "About Schmidt". Das könnte ihm seinen vierten Oscar einbringen. Der deutsche Beitrag "Nirgendwo in Afrika" von Regisseurin Caroline Link müsste sich für einen Sieg gegen starke Konkurrenten durchsetzen: In der Kategorie bester ausländischer Film gehen der mexikanische Streifen "El Crimen del Padre Amaro" sowie "Hero" (China), "The Man without a Past" (Finnland) und aus den Niederlanden "Zus & Zo" ins Rennen.<BR></P>

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