Mann gegen Stein

David Lamas Abenteuer am "Cerro Torre"

München - Regisseur Thomas Dirnhofer dokumentierte die Abenteuer von Extrem-Kletterer David Lamaam „Cerro Torre“.

Es gibt ein Ziel – und der Weg ist gefährlich. Darum funktionieren Bergfilme fast immer. Auch hier, obwohl der Cerro Torre kein Berg, sondern ein in den patagonischen Himmel ragendes Phallussymbol ist. Diese 3128 Meter Granit haben den Italiener Cesare Maestri den letzten Nerv gekostet, weil ihm niemand seine Erstbesteigung von 1959 glauben wollte. Werner Herzog wiederum hat dem Fels mit „Schrei aus Stein“ einen Film gewidmet.

Nun erzählt Thomas Dirnhofer in seiner Doku für „Red Bull“ eine weitere Episode im Kampf Mann gegen Berg. Sportkletterer David Lama, ein Hallenspezialist und kein Alpinist, setzte sich in den Kopf, die Granitnadel als Erster im freien Stil zu bezwingen. Dirnhofer inszeniert das mit der für die Szene obligaten Coolness. Es vergehen allerdings Minuten, bis sich der Zuschauer durch den ersten Wust aus Interviewfetzen und Archivmaterial gekämpft hat. Dann erst beginnt die richtige Handlung. Zwar nerven der pathetische Erzählgestus und die fotografische Überdramatisierung der Landschaft, doch liefert „Cerro Torre“ einen interessanten Einblick ins Leben der Kletterer David Lama und Peter Ortner. Zudem offenbart der Film indirekt, wie hart der Wettbewerb unter Bergfexen ist – und welch Blüten er treibt. So man fragt sich: Warum? Sicher nicht nur, weil’s im Kino spannend ist.

kat

Rubriklistenbild: © snacktv

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