Der Dämon der Dame

- "Der Fluch" scheint das Schicksal von Takashi Shimizu zu werden. Mit diesem Film ­ seinem Debüt ­ gelang ihm vor sechs Jahren in Japan sofort ein Sensationserfolg. Auch für das Hollywood-Remake wurde er gefeiert.

Und nun inszeniert er die Fortsetzung. Statt Sarah Michelle Gellar taumelt Jungstar Amber Tamblyn durch ein feindseliges Tokio und schlägt sich mit einem Dämon herum. Shimizu und sein Autor Stephen Susco variieren geschickt das Schema des ersten Teils und erzählen vom Zusammenprall der Kulturen als einer allegorischen Geistergeschichte.

Wenn man das Original kennt, ist das nur mäßig überraschend, funktioniert aber zuverlässig als Schocker. Bemerkenswert daran ist, wie virtuos Shimizu sein Handwerk beherrscht, und wie altmodisch im besten Sinne er dabei vorgeht. Er arbeitet eher mit Stimmung denn mit Effekten: ein geschminktes Mädchen als Geist, ein anderes als potenzielles Opfer und das gekonnte Spiel mit dem Raum, der zwischen diesen Protagonisten liegt. Ein lohnender Film für Genre-Fans. Aber auch nur für die.

"Der Fluch ­The Grudge 2"

mit Amber Tamblyn

Regie: Takashi Shimizu

Annehmbar

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