Daniel Brühl als Müllersjunge in Preußlers "Krabat"

Freiburg - Der Schauspieler Daniel Brühl ("Good bye, Lenin!") spielt in einer Kinoverfilmung von Otfried Preußlers Jugendbuch "Krabat" den Müllersjungen Tonda. "Krabat war das Lieblingsbuch meiner Kindheit", sagte der 29-Jährige in Freiburg der dpa.

"Ich habe es abends unter der Bettdecke regelrecht verschlungen." Die Geschichte des 14 Jahre alten Waisenjungen Krabat, der Lehrling eines Zaubermeisters wird und sich gegen diesen behaupten muss, habe ihn schon immer bewegt. "Die Begegnung mit dunklen Mächten fasziniert jeden Heranwachsenden." Er habe daher für die Verfilmung des Romans spontan zugesagt.

Der zehn Millionen teure Spielfilm von Regisseur Marco Kreuzpaintner (30) solle im Oktober 2008 in die Kinos kommen, sagte Brühl. Es ist die erste bundesdeutsche Verfilmung des 1971 erschienenen Romans. Die Hauptfigur Krabat wird von David Kross verkörpert. Kross wurde im vergangenen Jahr durch seine Rolle im Film "Knallhart" des Regisseurs Detlev Buck bekannt. Gedreht wurde an verschiedenen Orten im Schwarzwald und in den rumänischen Karpaten. Die Innenaufnahmen entstanden in Bottrop (Nordrhein-Westfalen). Die Drearbeiten sind abgeschlossen.

Die Geschichte von Krabat geht auf eine Sage aus der Lausitz zurück. Sie spielt während des Nordischen Kriegs (1700-1721). Krabat wird Lehrling eines Müllermeisters. Die Mühle stellt sich jedoch schon nach kurzer Zeit als eine Zauberschule heraus. Neben Krabat werden elf weitere Burschen in der Kunst der Zauberei unterrichtet. Preußler, heute 83, schrieb zehn Jahre an dem Buch. In den meisten Bundesländern gehört "Krabat" inzwischen zur Pflichtlektüre an den Schulen. 1977 verfilmte der tschechische Trickfilmer Karel Zeman das Buch. Der tschechisch-deutsche Zeichentrickfilm wurde damals im DDR- Fernsehen ausgestrahlt.

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