Depardieu: "Im Inneren bin ich Obelix"

München - Für den französischen Schauspieler Gérard Depardieu ist Obelix zur zweiten Identität geworden: "Im Inneren bin ich Obelix", sagte Depardieu am Mittwoch in München bei der Vorstellung des neuen Films "Asterix bei den Olympischen Spielen", der am 31. Januar in die Kinos kommt.

"Bei Obelix muss ich nichts erklären - nur spielen." Dass er dem kraftstrotzenden Freund des oberschlauen Galliers Asterix auch körperlich nicht ganz unähnlich ist, nimmt der gewichtige Schauspieler mit Humor. "Ich fühle mich sehr gut in Obelix, es ist sehr bequem", scherzte er.

In dem Streifen unter Regie von Thomas Langmann und Frédéric Forestier schlüpft Depardieu zum dritten Mal in das blau-weiß-gestreifte Kostüm des Galliers, der Wildschweine und Hinkelsteine über alles liebt und besonders gerne die Römer vermöbelt. Als Kind habe er die Comics von René Goscinny und Albert Uderzo alle gelesen, sagte Depardieu. Einen anderen Schauspieler will er sich in dieser Rolle nicht vorstellen. Wenn es einen gebe, der ihn ersetzen würde, wäre er sehr traurig. Damit würde er ein Stück seiner Kindheit verlieren.

In der internationalen Co-Produktion spielt Depardieu an der Seite von Clovis Cornillac, der zum ersten Mal als Asterix zu sehen ist. In weiteren Rollen spielen Alain Delon, Michael Bully Herbig, das italienische Model Vanessa Hessler und Benoit Poelvoorde. Auch der deutsche Rennfahrer-Star Michael Schumacher hat einen kurzen Auftritt - statt im PS-starken Rennwagen tritt er im Streitwagen mit lebenden Pferdestärken an. Forestier zollte "Schumi" Anerkennung: Er sei überrascht von dessen schauspielerischen Fähigkeiten gewesen.

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