Deutschlandpremiere für Akins "Auf der anderen Seite" in Hamburg

Hamburg - Die Deutschlandpremiere von Fatih Akins Film "Auf der anderen Seite" hat in Hamburg lang anhaltenden Applaus geerntet.

Zur Vorführung in der Hansestadt kamen am Mittwochabend neben dem Filmemacher selbst und seinen Darstellern auch prominente Gäste wie Schauspielerin Monica Bleibtreu und Akins Protagonistin aus "Gegen die Wand", Sibel Kekilli. Das jüngste Werk des in der Hansestadt lebenden 34-Jährigen hatte beim Filmfest in Cannes seine Weltpremiere gefeiert und dort den Preis für das beste Drehbuch erhalten. Das Liebesdrama geht außerdem für Deutschland in das Rennen um die begehrten Oscars. Nach "Gegen die Wand" ist es der zweite Streifen von Akins Trilogie "Liebe, Tod und Teufel".

Der Erfolgsregisseur sagte zur Teilnahme am Rennen um den Oscar: "Ich freue mich natürlich sehr, aber man darf nicht vergessen: Es ist erst die Nominierung zur Nominierung." Schon bei seinem preisgekrönten Film "Gegen die Wand" habe es viele Stimmen gegeben, die in dem Streifen einen geeigneten Oscar-Kandidaten gesehen hätten. Damals - 2005 - war "Der Untergang" für Deutschland angetreten und leer ausgegangen. "Vielleicht ist "Auf der anderen Seite" ja aber auch der richtigere Film für den Oscar als "Gegen die Wand"", meinte der Hamburger. Freuen würde er sich über die Auszeichnung sehr - "hauptsächlich aber, damit der Film Aufmerksamkeit bekommt und Leute neugierig werden, ihn zu gucken".

Den Druck vor seinem jüngsten Werk hat Akin als "sehr groß" empfunden. "Gerade weil "Gegen die Wand" so präsent war, wollte ich mir selbst und den Zuschauern beweisen, dass es keine Eintagsfliege war", erklärte er. "Ich will gute Filme machen, Sachen ausprobieren und nicht in Lorbeeren ersticken." Wann nach dem nun vorgelegten zweiten Film seiner Trilogie um "Liebe, Tod und Teufel" deren Abschluss folge, könne er noch nicht sagen. "Es kann sein, dass ich vorher noch in Amerika drehe. Aber etwas, was ich selbst schreibe", kündigte er an. Inhaltlich soll es dabei wieder um Einwanderer gehen.

In "Auf der anderen Seite", der bundesweit am 27. September in den Kinos startet, erzählt der Sohn türkischer Eltern die Geschichte von sechs Menschen in Deutschland und der Türkei, deren Leben auf schicksalhafte Weise miteinander verbunden sind. Eine seiner Hauptdarstellerinnen, Hanna Schygulla, konnte nicht wie geplant zur Premiere nach Hamburg reisen.

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