Deutschlandpremiere für "Unkenrufe"

- Düsseldorf - Der Kinofilm "Unkenrufe" nach einer Erzählung von Günter Grass hat am Dienstagabend in Düsseldorf seine Deutschlandpremiere gefeiert. Das Premierenpublikum nahm die von dem polnischen Regisseur Robert Glinski gedrehte Satire auf das schwierige Verhältnis zwischen Deutschland und Polen mit Applaus auf. Günter Grass, der seine Premierenteilnahme in Düsseldorf kurzfristig aus Gesundheitsgründen abgesagt hatte, ließ in einem von seiner Tochter verlesenen Brief mitteilen, dem Film sei es gelungen, diesem "schwierigen Stoff Leichtigkeit zu vermitteln".

Der für 3,2 Millionen Euro in Polen und Deutschland gedrehte Streifen hatte bereits vor einer guten Woche die Uraufführung in Danzig erlebt.

In der Hauptrolle von "Unkenrufe" sind als deutsch-polnisches Liebespaar Matthias Habich und Krystyna Janda zu sehen. Die beiden, die sich 1989 in Danzig kennen gelernt haben, beschließen in dem Film, einen "Versöhnungsfriedhof" einzurichten, um auch Vertriebenen die Bestattung in der alten Heimat zu ermöglichen. Doch ihre idealistische Idee wird immer mehr vermarktet.

Literaturnobelpreisträger Grass wünschte sich in einem Grußwort, dass seine verfilmte Satire zum Verständnis zwischen den beiden Völkern und zur "lachenden Überwindung" von politischen "Störversuchen" beitrage. Grass hatte seine Erzählung 1992 veröffentlicht.

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