"Die Super-Ex": Zornige Zicke

- G-Girl (Uma Thurman) hat zwar Superkräfte und rettet in schöner Regelmäßigkeit die Welt. Aber sie ist eben auch ein Frau und als solche verletzbar. Als ihr netter, aber von der besonderen Situation leicht überforderter Freund Matt (Luke Wilson) die Beziehung einseitig beendet, ist G-Girl erst einmal geschockt. Und dann wird sie wütend.

Nun kann eine wütende Frau ohnehin zu einer Heimsuchung werden, aber wenn die betreffende Dame auch noch über Superkräfte verfügt, wird das Leben zur Hölle.

Komödienveteran Ivan Reitman hat diese ungewöhnliche filmische Beziehungskrise als gut gelaunte Zerstörungsorgie inszeniert, in der die wildesten Träume radikaler Feministinnen wahr werden. Die Frauen haben hier das Sagen, sie bestimmen, was passiert, und den Männern bleibt nicht viel mehr, als das zu akzeptieren oder das Weite zu suchen. Als durchgedrehte Zicke im Racherausch ist Hauptdarstellerin Uma Thurman geradezu erschreckend gut. Ihr Filmpartner Luke Wilson hat wenig dagegenzusetzen, aber das passt natürlich zur Geschichte.

Die Gags erschöpfen sich allerdings schnell, auch die Anspielungen auf den ewigen Krieg der Geschlechter werden im Verlauf des Films zunehmend gequälter. Es ist zu vermuten, dass Frauen an diesem amüsanten Amoklauf bedeutend mehr Freude haben werden als Männer. Aber geschlechtsunabhängig hält der Film das Versprechen, das er mit seinem furiosen Start gibt, letztlich nicht.

"Die Super-Ex"

mit Uma Thurman, Luke Wilson

Regie: Ivan Reitman

Annehmbar

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