El Cid à la Disney

- In Spanien ist er eine Legende: El Cid, Held einer Schilderung über die Rückeroberung der moslemisch kontrollierten iberischen Halbinsel durch christliche Ritter. Die historische Figur Rodrigo Diaz de Vivar war so ambivalent wie die gesamte Realität der "Reconquista", kämpfte sowohl für Kastilien als auch für den moslemischen Kalifen von Cordoba gegen die Christen. Jetzt kommt der Stoff als Animationsfilm ins Kino.

<P>José Pozos "El Cid - die Legende", aufwändig produziert von der spanischen "Filmax Animation", kann visuell durchaus mit aktuellen Disney-Produktionen mithalten. Die Hintergründe sind hervorragend gestaltet, Farben und Figurenzeichnung können bezaubern. Die Story bietet freilich eine sehr familienfreundliche Aufarbeitung der Legende. Im Zentrum steht der Ritter, der durch eine Intrige am Hofe in Ungnade fällt. Nur begleitet von seinem Pferd und einem menschenähnlichen schlauen Dachs, flieht er in die Wälder. Später freundet er sich dann mit einem maurischen Prinzen an. Als Fundamentalisten angreifen, wird El Cid in der Stunde höchster Not zurückgerufen, um als Heerführer Kastilien mit den guten Mauren gegen die Bösen zu verteidigen. Dabei bringt er auch seine Widersacherin, den hexenhaften Vamp Dona Urruca, zur Strecke.<BR><BR>Arg simpel und sehr politisch korrekt in der Annährung zwischen den Religionen ist das alles. Kaum ein Charakter ist brüchig und zwiespältig, vieles zu harmlos und unoriginell. Trotzdem können sich besonders Kinder amüsieren, und in Spanien zog "El Cid" Hunderttausende ins Kino. Immerhin hat die Legende von El Cid die Menschen fast tausend Jahre lang fasziniert. <BR><BR>(In München: Maxx.)<BR>"El Cid - Die Legende"<BR>Regie: José Pozo<BR>Annehmbar </P><P><BR> </P>

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