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Christoph Waltz spielt in Django Unchained den Kopfgeldjäger Dr. King Schultz.

Besuch der Oper

Wie Christoph Waltz  Taratinos "Django Unchained" veränderte

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München - Christoph Waltz hat das Drehbuch für Quentin Tarantinos neuen Film "Django Unchained" verändert - ohne es zu wollen. Der Österreicher lud den Regisseur in die Oper ein. Gezeigt wurde ausgerechnet das Werk eines deutschen Komponisten.

Schauspieler Christoph Waltz hat das Drehbuch zu seinem neuen Film „Django Unchained“ unbewusst beeinflusst. Dass in dem Western über den Sklaven Django (Jamie Foxx), der sich zusammen mit dem Kopfgeldjäger Dr. King Schultz (Waltz) auf die Suche nach seiner Frau Broomhilda (Kerry Washington) macht, auch eine Analogie zur deutschen Nibelungensage thematisiert wird, gehe auf einen gemeinsamen Opernbesuch mit Regisseur Quentin Tarantino zurück, verriet Oscar-Preisträger Waltz im Gespräch mit dem "Münchner Merkur" am Rande der Deutschland-Premiere des Films in Berlin. 

„Ich habe Quentin einmal in die Oper mitgenommen, als in Los Angeles gerade Wagners Ring aufgeführt wurde“, erzählt er. „Wir wären fast zu spät gekommen, aber als wir dann drin saßen, wurde Quentin immer stiller und rutschte auf dem Stuhl ganz nach vorn – ich dachte schon, jetzt schläft er ein.“ Später habe Tarantino aber gesagt, er habe plötzlich Parallelen zum „Django“-Drehbuch erkannt, an dem er gerade arbeitete. 

"Django Unchained": Bilder von der Berlin-Premiere

Tarantino lässt den Django los: Premiere in Berlin

Waltz hält seinen eigenen Einfluss auf das später Drehbuch trotzdem für gering. „Wagner hat mitgeschrieben, bedanken Sie sich bei Richard“, sagt er. Der gemeinsame Opernabend habe „ohne didaktische Absichten“ stattgefunden. Er habe einfach eine Karte übrig gehabt. „Django Unchained“ kommt am 17. Januar ins Kino. Am Dienstag feierte Tarantinos neuer Streich Premiere in Berlin.

Alle Infos zu "Django Unchained" gibt es auf der Homepage

Philipp Vetter

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