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Doris Dörrie beim Deutschen Filmpreis 2009.

Dörrie verärgert über Filmkritik

Osnabrück - Regisseurin Doris Dörrie legt sich kurz vor der Berlinale mit der deutschen Filmkritik an. Sie beklagt, es werde beim deutschen Film mit zweierlei Maß gemessen.

Kurz vor Beginn der 60. Berlinale ist Filmregisseurin Doris Dörrie (“Kirschblüten“) auf Konfrontationskurs zur deutschen Filmkritik gegangen. In vielen Feuilletons habe diese ihren Servicecharakter komplett verloren und sei nur noch Selbstbespiegelung, sagte die 54-Jährige der “Neuen Osnabrücker Zeitung“. Sie habe daher auch Verständnis dafür, dass ihr Kollege Til Schweiger (“Zweiohrküken“) seine Filme Kritikern nicht mehr zeige, bevor sie ins Kino kommen.

Häufig werde in der deutschen Filmkritik mit zweierlei Maß gemessen, beklagte Dörrie. “Was ist anders an einem Film wie 'Zweiohrküken' als an einem Mainstream-Popcorn-Film aus Amerika, der bei uns in der Kritik immer bessere Karten hat als ein deutscher Film, der genau dasselbe versucht?“, fragt die 54-Jährige dem Blatt zufolge. Das sei unfair und uninteressant.

Sie wolle stattdessen eine intelligente Kritik lesen, die Fragen stelle wie: “Was hat Til Schweiger versucht, was hat er erreicht und welchen Stellenwert hat reines Entertainment in Deutschland?“ So etwas finde aber nicht statt und da begebe sich die Kritik ins Abseits.

DAPD

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