Drei Favoriten für Deutschen Filmpreis

- Berlin - Es ist wenig überraschend: Tom Tykwers Film "Das Parfüm" könnte mit acht Nominierungen der große Abräumer beim Deutschen Filmpreis 2007 werden. Auch der Gefängnisfilm "Vier Minuten" von Chris Kraus ist in acht Kategorien nominiert. Ein junger Shooting-Star könnte gleich zwei "Lolas" mit nach Hause nehmen. Die Preise werden am 4. Mai in Berlin vergeben.

Neben dem "Parfüm", der enorm erfolgreichen Verfilmung des gleichnamigen Romans von Patrick Süskind, und "Vier Minuten", könnte auch Stefan Ruzowitzkys Berlinale-Beitrag "Die Fälscher" als großer Sieger aus dem Abend im Mai hervorgehen. Der Film erzählt die Geschichte von Häftlingen des Konzentrationslagers Sachsenhausen, die Falschgeld produzierten.

Zu den insgesamt sechs in der Kategorie "Bester Spielfilm" nominierten Filmen gehören außerdem "Wer früher stirbt ist länger tot" von Marcus H. Rosenmüller, "Emmas Glück" von Sven Taddicken und "Winterreise" von Hans Steinbichler. Das gaben die Schauspielerin Senta Berger als Präsidentin der Deutschen Filmakademie und Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) im ZDF-"Morgenmagazin" bekannt.

Die Hauptdarstellerinnen des Films "Vier Minuten", Monica Bleibtreu und Hannah Herzsprung, sind beide in der Kategorie beste weibliche Hauptrolle nominiert. Nachwuchstalent Herzsprung hat für ihre Rolle in "Das wahre Leben" außerdem noch eine zweite Chance auf die "Lola"-Statue, in der Kategorie als beste Nebendarstellerin.

Als Hauptdarsteller sind zudem nominiert Jördis Triebel für "Emmas Glück", Josef Bierbichler für "Winterreise", Karl Markovics für "Die Fälscher" und Jürgen Vogel für "Der freie Wille". Als beste Nebendarstellerinnen gehen neben Herzsprung auch Barbara Auer ("Der Liebeswunsch") und Sabine Timoteo ("Ein Freund von mir") an den Start. Für die beste männliche Nebenrolle wurden nominiert Sylvester Groth ("Mein Führer"), Hinnerk Schönemann ("Emmas Glück") und Devid Striesow ("Die Fälscher").

In der Kategorie Regie konkurrieren Tom Tykwer ("Das Parfum"), Chris Kraus ("Vier Minuten"), Marcus H. Rosenmüller ("Wer früher stirbt ist länger tot") und Matthias Glasner ("Der freie Wille"). Rosenmüller und Kraus sind neben Ruzowitzky ("Die Fälscher") auch für das beste Drehbuch nominiert. Tykwers "Parfum", die Kinoversion des Romans von Patrick Süskind, erhielt Nominierungen auch für beste Kamera, Schnitt, Szenenbild, Kostümbild, Tongestaltung und Filmmusik.

In der Kategorie "Kinder- und Jugendfilm" treten Detlev Bucks "Hände weg von Mississippi" und Gregor Schnitzlers "Die Wolke" an. Als beste Dokumentarfilme sind "Workingman's Death" von Michael Glawogger und "Das kurze Leben des José Antonio Gutierrez" von Heidi Specogna nominiert.

Die Lola-Trophäen des Deutschen Filmpreises werden am 4. Mai bei einer Gala im Berliner Palais am Funkturm übergeben. Die Nominierten und später auch die Gewinner werden von den mehr als 800 Mitgliedern der Deutschen Filmakademie geheim gewählt. Der mit insgesamt 2,9 Millionen Euro höchstdotierte deutsche Kulturpreis wird in diesem Jahr in 15 Kategorien verliehen. Bereits die Nominierungen sind mit Preisgeldern verbunden. In der Spielfilm-Kategorie gibt es für jeden Nominierten 250 000 Euro, beim Dokumentarfilm 100 000 Euro und beim Kinder- und Jugendfilm 125 000 Euro, die für ein neues Projekt verwendet werden müssen.

www.deutsche-filmakademie.de

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