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Sie leben im Dschungel von Neuguinea: Klaus (Thomas Kretschmann), Doris (Nadja Uhl, re.) und Sabine Kuegler (Stella Kunkat).

"Dschungelkind": Zwischen allen Welten

München - „Dschungelkind“ von Regisseur Roland Suso Richter basiert auf dem Bestseller von Sabine Kuegler, in dem sie ihre Kindheitserinnerungen beschreibt. Hier sehen Sie den Kinotrailer:

Die achtjährige Sabine (Stella Kunkat) wächst mit ihren Geschwistern im Urwald von Neuguinea auf. Gemeinsam mit den Kindern des Fayu-Stammes entdecken sie die Geheimnisse des Dschungels. Sabines Vater Klaus Kuegler (Thomas Kretschmann) ist Linguist und erforscht die Sprache des Eingeborenenstammes, der in den Siebzigern unbeeinflusst von der Außenwelt, streng nach seinen Gesetzen lebt. Die oberste Regel von Klaus und seiner Frau Doris (Nadja Uhl) lautet: „Wir mischen uns nicht ein!“ Doch als sie einen verbannten Jungen aufnehmen, geraten die Kueglers zwischen eine Stammesfehde.

Die Geschichte, die in „Dschungelkind“ erzählt wird, ist wahr. Und nicht zuletzt deshalb sehr beeindruckend. Sabine Kueglers gleichnamige Kindheitserinnerungen sind eine faszinierende Lektüre. Regisseur Roland Suso Richter gibt sich Mühe, das primitive Volk nicht als „Wilde“ zur Schau zu stellen. Geschickt vermeidet er die Fallen des Folklore-Kitsches und rückt das Aufeinanderprallen zweier gleichwertiger Kulturen ins Zentrum: archaische Riten treffen auf europäische Umgangsformen und christliches Wertesystem.

„Dschungelkind“ gibt viele Denkanstöße und bemüht sich, der zu vielen Diskussionen anregenden Buchvorlage gerecht zu werden. Der Soundtrack allerdings kleistert das um Differenzierung bemühte Spiel der Darsteller mit einem süßlichen Klangbrei zu, der besonders das theatralische Finale schier unerträglich werden lässt.

Ulricke Frick

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