News-Ticker: Terror in Barcelona - Fahrer soll erst 17 gewesen sein

News-Ticker: Terror in Barcelona - Fahrer soll erst 17 gewesen sein
+
Erinnert nicht nur optisch an Amélie: Jessica Brown Findlay als Bella.

Eine fabelhafte Kopie: „Der wunderbare Garten der Bella Brown“

  • schließen

„Der wunderbare Garten der Bella Brown“ ist zwar nett, erinnert jedoch stark an „Die fabelhafte Welt der Amélie“. Lesen Sie hier unsere Kritik.

Vergleiche verbieten sich für gewöhnlich – weil Äpfel bekanntermaßen keine Birnen sind. Aber wenn ein Film so offensichtlich auf einen erfolgreichen Vorgänger anspielt, sei ein Vergleich erlaubt. Die Rede ist von „Der wunderbare Garten der Bella Brown“ – na, klingelt’s? Schon der Name erinnert an „Die fabelhafte Welt der Amélie“ des französischen Regisseurs Jean-Pierre Jeunet aus dem Jahr 2001.

„Bella Brown“ kann „Amélie“ nicht das Wasser reichen 

Zufall? Wohl kaum. Für seine Protagonistin hat der britische Regisseur und Drehbuchautor Simon Aboud nicht einmal eine eigene Frisur erdacht. Wie Amélie trägt Bella (Jessica Brown Findlay) kurze braune Haare mit akkuratem Pony. Hier beginnt schon das Dilemma: Findlay fehlt die rehäugige Ausstrahlung einer Audrey Tautou. „Amélie“ lebt vom unbedarften Charme seiner Heldin, „Bella“ krankt an seiner blassen Hauptdarstellerin – und das soll keine Anspielung auf ihre Herkunft sein. Auch die sanfte Filmmusik von Anne Nikitin, getragen von Klavier und Geige, reicht nicht an die eingängigen Wunderwerke eines Yann Tiersen heran.

Aber worum geht es im Film eigentlich? Wie Amélie ist auch Bella eine verschrobene Eigenbrötlerin, die in ihrer eigenen kleinen Welt lebt und nur ungern mit dem Leben draußen konfrontiert wird. Für jeden Tag hat Bella eine eigene Zahnbürste, ihre Mahlzeiten nimmt sie nur zu jeder vollen oder halben Stunde ein, sie überprüft zehn Mal, ob die Tür auch wirklich abgeschlossen ist. Zwangsneurosen nennt man das wohl. Anders (!) als Amélie arbeitet Bella jedoch nicht in einem Café, sondern – Überraschung – in einer Bücherei.

Die unberechenbare Natur jagt Bella Brown Angst ein

Dort lernt sie den ähnlich merkwürdigen Billy (Jeremy Irvine) kennen, der im späteren Verlauf keine große Rolle spielt, aber es braucht halt eine Liebesgeschichte. Die akribische Bella hat Angst vor der Natur, die so unberechenbar und schwer zu ordnen ist. Doch sie muss ihren verwilderten Garten in Ordnung bringen, will sie das Haus nicht verlieren. Hier kommt ihr mürrischer Nachbar (Tom Wilkinson) ins Spiel, der ihr zunächst widerwillig hilft.

„Der wunderbare Garten der Bella Brown“ ist laut Verleih ein „modernes Märchen“ und ein Film über eine „ungewöhnliche Freundschaft“. Klingt abgedroschen? Ist es auch. Weil der Film vielen ähnlichen Geschichten nichts hinzuzufügen hat. Auch wenn er für sich genommen hübsch anzuschauen ist.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Lachattacken im Schnellformat: Bullyparade-Film ab Donnerstag im Kino
Michael Bully Herbig bringt seinen nächsten Film ins Kino. Am Donnerstag feiert „Bullyparade - Der Film“ seine Premiere - Lachattacken garantiert.
Lachattacken im Schnellformat: Bullyparade-Film ab Donnerstag im Kino
Kinoflim „Tigermilch“: Ein Prosit auf die Pubertät
Wir trafen die Hauptdarstellerinnen von „Tigermilch“ – Der Film nach Stefanie de Velascos Roman startet nächste Woche.
Kinoflim „Tigermilch“: Ein Prosit auf die Pubertät

Kommentare