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Unangestrengt

Trailer zu „Einsamkeit und Sex und Mitleid“: Beziehungsreigen

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München - „Einsamkeit und Sex und Mitleid“ verwebt Groteske und Tragödie. An 13 Menschen werden exemplarisch die Abgründe der Gesellschaft vorgeführt.

„Denn alle rennen nach dem Glück/ Das Glück rennt hinterher“: Irgendwie verhalten sich die Figuren in Lars Montags Beziehungsreigen „Einsamkeit und Sex und Mitleid“ immer noch wie bei Brecht. Je verzweifelter und energischer sie sich um ihr kleines Lebensglück bemühen, umso tragischer gerät das anschließende Scheitern. Dreizehn meist hochgradig neurotische Menschen sind es, an denen exemplarisch die Abgründe der Gegenwart in einer deutschen Großstadt vorgeführt werden sollen.

Helmut Krausser lieferte die Vorlage für diesen ersten Kinofilm von Montag. Der ist im Fernsehgeschäft längst kein Unbekannter mehr, sondern steht vielmehr für moderne, visuell und stilistisch innovative TV-Produktionen. Mit ähnlicher, auf den ersten Blick scheinbar ganz leichter, unangestrengter Art stemmt Montag nun auch sein Leinwanddebüt, in dem sich Groteske und Tragödie locker mit Komödie abwechseln.

Unterstützt wird der Regisseur von einer exzellenten Schauspielerriege. Bernhard Schütz, Friederike Kempter und Jan Henrik Stahlberg sah man selten so präzise wie hier. Dazu Darsteller wie Rainer Bock, Maria Hofstätter und Eva Löbau, denen ohnehin die winzige Geste genügt, um einen ganzen Gefühlskosmos zu zeigen. Mag das Drehbuch gelegentlich etwas holzschnittartig und schematisch ausgefallen sein – das großartige Ensemble tröstet über derlei leicht hinweg.

„Einsamkeit und Sex und Mitleid“

mit Rainer Bock, Eva Löbau Regie: Lars Montag Laufzeit: 81 Minuten

Sehenswert

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