Essen oder rennen

- Die klassische Action-Schauspielerin sieht anders aus. Eher etwas in der Kategorie von Angelina Jolie oder Demi Moore. Milla Jovovich dagegen ist - abgesehen von ihrer Kino-Karriere - auch als Model und Sängerin erfolgreich und passt auf den ersten Blick so gar nicht in das Rollenbild, das ihr neuer Film erzeugen will. Denn Jovovich war unter anderem die hagere, schattenhafte Eloise aus Wim Wenders' "Million Dollar Hotel". Da war nicht zu erwarten, dass sie einmal als Heldin des knallharten Horror-Spektakels "Resident Evil" auftauchen würde.

<P>Jetzt ist sie zurück mit der Fortsetzung "Resident Evil: Apocalypse". Als Alice rennt, kämpft und schießt sie sich wieder durch das düstere Raccoon City, um sich gegen Zombies und die allmächtige Umbrella-Corporation zu verteidigen. "Resident Evil" ist - wie "Tomb Raider" - die Verfilmung eines Computer-Spiels. Alice und Lara Croft, Milla Jovovich und Angelina Jolie, zwei Heldinnen, die sich in Fortsetzungen durch ihr Action-Adventure kämpfen.<BR><BR>Computer-Spiel für Erwachsene</P><P>Doch diesen Vergleich hält Jovovich für schief: ",Tomb Raider ist eher ein kommerzielles Spiel für Kinder, während ,Resident Evil ein hartes Underground-Spiel für Erwachsene ist." Tatsächlich ist auch der neue Film eine blutige Schlachtschüssel, mit ohrenbetäubendem Lärm geht es gegen Untote und einige andere genmanipulierte Monster.<BR><BR>Milla Jovovich muss dabei unglaublich viel Spaß gehabt haben, denn sie liebt die Kampfkunst. "Vor allem seit ,Das Fünfte Element ist das eine richtige Leidenschaft geworden. Filme mit den besten Martial-Arts-Trainern zu machen, ist einfach ein super Gefühl." Die Gründe dafür sucht die fast 29-Jährige in ihrer Jugend: "Actionfilme machen mir Spaß, weil ich da meine Kindheitsfantasien als Superheldin ausleben kann. Als Kind war ich ein großer Science-Fiction- und Fantasy-Fan. Auf eine gewisse Art kann ich diese Geschichten jetzt in den Filmen selbst erproben."<BR><BR>Das konnte sie auch in dem gerade in China abgedrehten Action-Thriller "Ultraviolet", einem "grellen, bunten, comicartigen Film" (Jovovich), der visuell eher wie "Das Fünfte Element" gestaltet sei. Jovovich scheint ihre Rolle gefunden zu haben. In der Kategorie der Action-Heldin gelandet zu sein, macht ihr aber nichts aus: "Man kann auf schlimmere Rollen festgelegt werden wie zum Beispiel auf die hübsche Vollbusige. In Amerika wird man schnell in eine Schublade gesteckt, und ich bin nun einmal die Action-Heldin."<BR><BR>Dennoch will sie sich schauspielerisch nicht einschränken. Die Möglichkeiten für Dramen und Komödien findet sie aber eher im Independent-Sektor. "Ich möchte die actionbetonten Rollen und die eher dramatisch-orientierten gerne in einer Balance halten. Independent-Filme sind aber sehr wichtig, weil ich dabei zu meinen Wurzeln als Schauspielerin zurückkehren kann. Action-Filme sind oft sehr einfach, du musst nur reagieren. Wenn ein Monster auf dich zukommt, rennst du eben weg. Wenn man aber zum Beispiel eine Essensszene dreht, dann musst du schauspielern, dann musst du bestimmte Farben finden und auf viel feinere Sachen reagieren. Ich möchte einfach beides machen, weil ich glaube, dass beide Varianten ein Teil von mir sind."</P><P>"Resident Evil: Apocalypse" (Regie: Alexander Witt) startet morgen in unseren Kinos.<BR><BR></P>

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