Überraschungs-Treffen nach Trump-Absage: Nord- und Südkorea sprechen wieder

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Vom Euphrat unter die Orgelpfeifen

- Es ist ein gewagtes Unternehmen, Verdis Oper "Nabucco" über den gleichnamigen Babylonier-König als Tourneeproduktion szenisch in der Münchner Philharmonie aufzuführen. Die Schlesische Staatsoper Bytom (Beuthen) hat sich mit acht Solisten samt relativ kleinem Chor und rund 35-köpfigem präzisen Orchester unter Leitung ihres Chefdirigenten Tadeusz Serafin dieser Herausforderung gestellt und dabei gutes Format bewiesen.

<P>Zwar mutete es im ersten Moment merkwürdig an, der Handlung um Nabuccos Töchterkonflikt, um Eifersucht, verschmähte und wahre Liebe und das Schicksal der gefangenen Hebräer statt am Ufer des Euphrat unter den Orgelpfeifen der Philharmonie zu verfolgen, doch mit wenigen Mitteln gelang es, die Konzentration aufs Bühnengeschehen zu lenken. Stellwände verdeckten rechts und links die Podiumszugänge, ein Torbogen und steinerne Schrifttafeln säumten den Hintergrund.<BR><BR>Zweifellos ist "Nabucco" vor allem eine Oper großer Choreffekte, und es erstaunte, welche Stimmkraft und Intensität die 23 Chorsänger aufwiesen. Lyrisch anmutend gelang der berühmte Gefangenenchor, der am Ende der Vorstellung gar als Zugabe geboten wurde. Insgesamt blieb es für den Chor aber eher bei unspektakulären Auf- und Abgängen. Auf wirklich große dramaturgische Entwicklung wurde auch bei den Solisten verzichtet. </P><P>Trotzdem, stimmlich eindrucksvoll sang Andrij Shkurhan mit warmem Bariton den Nabucco, Barbara Krzekotowska gab im imposanten Kostüm als matronenhafter Vamp die Abigaille, die mühelos ihre Koloraturen schmetterte, in den Höhen jedoch teils scharf klang. Und angenehme Tiefe ließ Tadeusz Lesniczak als Zaccharia hören.<BR></P>

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