Fast normal

- Der 16-jährige Jan (Tino Mewes) ist ein ganz normaler Junge: Er geht gerne tauchen, liebt Fische und verhält sich pubertätsgerecht verklemmt, wenn es um Mädchen geht. Als ihn die gleichaltrige Nina (Sophie Rogall) mit ihren Inlineskates auf der Straße umfährt, scheint alles wie ein gewöhnlicher Unfall abzulaufen - bis er den Sanitätern, die seine Kopfwunde bepflastern, etwas zuflüstert und die daraufhin besorgte Mienen aufsetzen.

<P>Jan und Nina kommen sich näher, und der schüchterne Junge fühlt sich von dem lebenslustigen und schlagfertigen Mädchen magisch angezogen. Doch als die beiden zum ersten Mal in Jans Bett landen, wird ihm plötzlich klar, welche Gefahr er für seine Freundin darstellt, und er wirft Nina kommentarlos aus der Wohnung.<BR></P><P> </P><P><BR>Die Regisseurin Almut Getto, die auch das Drehbuch zu "Fickende Fische" verfasst hat, hält mit ihrem frischen und poetischen Stil gekonnt die Balance zwischen Adoleszenz-Drama, Teenager-Liebesgeschichte und ernsthaftem Beitrag zum Thema Aids. Das funktioniert, vor allem dank der beiden exzellenten, bislang noch gänzlich unbekannten Hauptdarsteller, die mit unglaublicher Präsenz und Intensität vor der Kamera agieren.<BR><BR>Jans Krankheit ist nicht, wie man vermuten könnte, das Hauptthema des Films, sie verleiht der einfühlsam erzählten und sehr genau beobachteten Lovestory aber die nötige Tiefenschärfe. Im Mittelpunkt stehen vielmehr die vollkommen unterschiedlichen Charaktere Jan und Nina und deren zarte Annäherung. Ein ganz normaler Film über die erste große Liebe also - wären da nicht die vielen Tabletten, die Jan jeden morgen schlucken muss. </P><P>"Fickende Fische"<BR>mit Tino Mewes, Sophie Rogall<BR>Regie: Almut Getto<BR>Sehenswert</P><P> </P>

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