Ferdinands Arche

- Immer nur Pommes frites, morgens, mittags, abends, das hängt selbst den größten Fans der Kartoffelstäbchen irgendwann zu den Ohren heraus. Noch schlimmer ergeht es denen, die lieber einen saftigen Schinken zwischen den Kiefern hätten, als täglich fleischlose Kost zu genießen. Dieses simple Beispiel erklärt, was das Zusammenleben vieler Lebewesen, sei es Mensch oder Tier, auf engstem Raum schwierig macht. Denn Löwe, Tiger und Fuchs, die sich mit anderen Tieren und der Familie des Bauern Ferdinand in einer schwimmenden Scheune vor der Sintflut retten, halten die Verlockung bald nicht mehr aus. Sie planen zum Entsetzen Ferdinands, ihre Leidensgenossen, die Hühner, Ziegen und Schafe, zu fressen.

<P>In fast naiv anmutenden Bildern erzählt Regisseur Jacques-Rémy Girerd im Zeichentrick "Das Geheimnis der Frösche" die Geschichte der wundersamen Rettung einer Handvoll Menschen und Tiere vor einer Sintflut. Doch statt das Wunder zu schätzen, beginnen die Bewohner der kleinen "Arche Noah" sich zu verfolgen und - angestachelt von einer Schildkröte - zu töten. Sämtliche Emotionen des Lebens von Liebe über Glück, Trauer, Wut, Angst, Neid, Hass und Rache werden in diesem Mikrokosmos skurriler, aber liebevoll charakterisierter Tier- und Menschengestalten aufgegriffen. Nie belehrend, doch so, dass kleine Zuschauer sie verstehen.</P><P>Toleranz und Rücksicht stehen im Mittelpunkt, und sogar Fragen nach dem Ursprung allen Lebens werden kindgerecht beantwortet. Trotzdem ist der Film keine trockene Kost. Denn Girerd vermag die hohen moralischen Ansprüche in eine spannende Story zu packen. So spannend, dass die ganz Jungen lieber zu Hause bleiben sollten . . . </P><P>"Das Geheimnis der Frösche"<BR>Regie: Jacques-Rémy Girerd<BR>Sehenswert <BR></P>

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