Ferienhölle auf Cosamera

- "Ma hat's, oder ma hat's net", schlaumeiert Autoverkäufer Gerry Schartl (Roland Düringer) zu Beginn in die Kamera. Er hat's natürlich, der Gerry, nämlich das Talent, die schrecklichste Karre an den Mann zu bringen. Privat hat er ein noch nicht abbezahltes Reihenhaus, eine attraktive, aber unzufriedene Gattin, eine maulende Tochter und vor allem endlich Urlaub! Der wird auf der fiktiven Insel Cosamera im All-Inclusive-Dorf verbracht. Aber schon auf dem Flug geht alles schief. Und Gerry denkt ohnehin nur an zu Hause, wo der Juniorchef seines Betriebes an Gerrys Stuhl zu sägen scheint und immer wieder mit dem ominösen Herrn Poppitz telefoniert.

<P>Nach ihrem nicht nur in Österreich erfolgreichen Debütfilm "Hinterholz 8" haben sich Regisseur Harald Sicheritz und Hauptdarsteller Roland Düringer wieder zusammengetan, um einen weiteren Albtraum des kleinen Mannes auf die Leinwand zu bringen. Das ganze Clubdorf ist voller Feindbilder: Das lautstark krakeelende Proletenpärchen aus Simmering, der arrogante Deutsche, die eitlen und jedem Bikini hinterher steigenden Animateure . . . In der Ausmalung dieser Ferienhölle mit Dante'schen Ausmaßen geht Sicheritz zwar eher konventionelle Wege. Viele Gags kratzen zudem hart die Zotengrenze. Doch die Typisierungen sind in ihrer Zusammenstellung derart auf den Punkt gebracht, so böse und hinterfotzig, dass kleinere Fehler leicht zu verkraften sind. </P><P>"Poppitz"<BR>mit Roland Düringer, Marie<BR>Bäumer, Alfred Dorfer<BR>Regie: Harald Sicheritz<BR>Annehmbar </P>

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Goldener Bär für Ungarn - Bester Schauspieler aus Österreich
Berlin - Ungarn holt erstmals nach 42 Jahren wieder den Gold-Bären. Und der Österreicher Georg Friedrich wird bei der 67. Berlinale zum besten Schauspieler gekürt.
Goldener Bär für Ungarn - Bester Schauspieler aus Österreich
Es wird spannend: Das sind die Favoriten der Berlinale
Berlin -  Ein Öko-Thriller oder vielleicht auch ein Flüchtlingsdrama: Bei der Berlinale gibt es ein paar Favoriten auf den Gewinn. Am Samstag fällt die Entscheidung.
Es wird spannend: Das sind die Favoriten der Berlinale
“John Wick: Kapitel 2“: Zu zäh um wahr zu sein
Mit „John Wick“ wurde Keanue Reeves endlich wieder erfolgreich, doch „Kapitel 2“ scheint zwar actionreich, aber wenig durchdacht zu sein. Ein Fehler.
“John Wick: Kapitel 2“: Zu zäh um wahr zu sein
„Fences“: Die Wucht der Worte
„Fences“ erzählt von Mauern, die aufgebaut werden, Worten, die eine Familie zusammenhalten und auseinanderbrechen. Ein Film, der zu Recht für einen Oscar nominiert ist. 
„Fences“: Die Wucht der Worte

Kommentare