Ferngesteuerte Verführung

- Ein seltsames Paar: Der weltberühmte Profi-Boxer Kelly Robinson (Eddie Murphy) und der schüchterne, von Minderwertigkeitskomplexen geplagte CIA-Agent Alex Scott (Owen Wilson) geraten in Budapest zwischen die Fronten eines dubiosen Waffengeschäfts. Während sie dem Schurken Gundar (Malcolm McDowell) das Handwerk legen, tritt die schöne Agentin Rachel (Famke Janssen) immer deutlicher in den Vordergrund. Sie scheint mehr zu wissen, als sie vorgibt, und während der Ermittlungen verliebt sich Scott auch noch in sie . . .

<P>Betty Thomas` Komödie "I Spy" ist die Kinoversion einer TV-Kultserie aus den 60er-Jahren, die im ZDF unter dem Titel "Tennisschläger und Kanonen" lief. Damals spielten Bill Cosby und Robert Culp die Hauptrollen. Stilistisch ist der aktuelle Film eine ironische Reverenz an diese Zeit, in der man noch klassische Agenten- und Spionagestories erzählen konnte. <BR>Wie in "Austin Powers", doch dezenter und geschmackvoller, geht es hier darum, mit Versatzstücken der Bond-Filme und anderer Action-Reißer zu spielen, ohne auf Spannung zu verzichten. <BR><BR>"I Spy" lebt vor allem vom Können seiner hervorragenden Darsteller, insbesondere vom Wortwitz Eddie Murphys. Einer der Höhepunkte ist eine Rap-Version von Marvin Gayes Song "Sexual Healing", die Robinson seinem Kollegen per Minikopfhörer übermittelt, als dieser versucht, seine Angebetete zu verführen - während die längst kapiert hat, was der Mann von ihr will. Auch sonst reiht Murphy Gag an Gag. Demgegenüber bleibt sein Partner Owen Wilson leider blasser. Über die etwas sprunghafte Handlung tröstet die komödiantische Qualität beider Hauptdarsteller aber jederzeit hinweg. <BR></P><P>Lesen Sie hierzu: Famke Janssen im Gespräch <BR><BR>"I Spy" <BR>mit Eddie Murphy, Owen Wilson, Famke Janssen <BR>Regie: Betty Thomas <BR>Annehmbar <BR></P>

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