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„Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft“: Der Verkleinerungseffekt wirkt sich leider auch auf das Kino-Vergnügen aus.

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„Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft“: Winziger Spaß

München - Nach dem Disney-Klassiker "Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft" kommt diese Interpretation zunächst witzig daher. Der Film bleibt aber langweilig, vorhersehbar und allzu albern.

Zumindest die Visual Effects (VFX) sind exzellent. Das war’s dann aber auch. Leider hat sich Regisseur Sven Unterwaldt („7 Zwerge – Männer allein im Wald“) in „Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft“ zu sehr auf die Wirkung der Zauberkunst seiner VFX-Techniker verlassen. Und verkannt, dass zur guten Unterhaltung mehr gehört, als die Protagonistin auf Fingerpuppengröße zu verkleinern. Natürlich ist das erst einmal amüsant: Versehentlich zaubert der elfjährige Felix (Oskar Keymer) seine ungeliebte Lehrerin (Anja Kling) klein. Wie sie in der Winzigkeit verschwindet, er mit seinen Füßen fast auf sie tritt, sie im Pausenbrot versteckt, ihr Puppenkleider überstreift – das alles erinnert an „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“. Doch während der Disney-Klassiker schon vor über 25 Jahren und mit erheblich geringeren technischen Möglichkeiten darum herum eine die Fantasie anregende, amüsante und spannende Geschichte sponn, bleibt Gerrit Hermans Drehbuch gähnend langweilig, vorhersehbar und allzu albern. Diese Lehrerin nervt nicht nur die Schüler, sondern auch den Zuschauer mit ihrem Geplapper. Da kann selbst ein Justus von Dohnányi nicht vor dem Abdriften in den Klamauk retten. kjk

„Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft“

mit Justus v. Dohnányi, Axel Stein Regie: Sven Unterwaldt

Laufzeit: 101 Minuten

Erträglich

Ein netterer Schrumpfspaß ist noch immer „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“.

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