Filmfestival in Venedig mit vielen Stars

- Rom - Europäische Produktionen und amerikanische Schauspielstars stehen im Mittelpunkt der 63. Internationalen Filmfestspiele von Venedig. Unter den Wettbewerbern, die vom 30. August bis zum 9. September am Lido um den Goldenen Löwen konkurrieren, sei dieses Mal allerdings keine deutsche Produktion, teilte die Biennale-Leitung am Donnerstag in Rom mit.

Berühmte Namen im Kampf um die begehrte Trophäe sind unter anderem Stephen Frears, Paul Verhoeven und Brian de Palma. De Palmas neuer Film "The Black Dahlia" mit Scarlett Johansson und Hilary Swank werde das Festival eröffnen, hieß es.

In dem in den 1940er Jahren spielenden Film noir, der auf dem gleichnamigen Krimiklassiker von James Ellroy basiert, geht es um den - realen - Mord an Elizabeth Short, einem Hollywood-Starlet. Ebenfalls im Wettbewerb sind "Bobby" von Emilio Estevez mit Sharon Stone, Anthony Hopkins und Demi Moore in den Hauptrollen, "Hollywoodland" von Allen Coulter mit Adrien Brody und Ben Affleck sowie Stephen Frears' "The Queen" - eine europäische Koproduktion mit Helen Mirren und Michael Sheen.

Der niederländische "Basic Instinct"-Regisseur Paul Verhoeven zeigt sein jüngstes Werk "Zwartboek" über ein jüdisches Mädchen aus Deutschland, das den Zweiten Weltkrieg in Holland überlebt. Die junge österreichische Filmemacherin Barbara Albert ist mit "Fallen" dabei, einer Geschichte über fünf Frauen Anfang 30, die einander nach 14 Jahren auf einem Begräbnis in ihrer kleinen Heimatstadt wiedertreffen. Auch Streifen aus Japan, Hongkong, Taiwan und Thailand sind im Wettbewerb.

"Ziel ist es, noch besser zu sein, als im vergangenen Jahr", sagte Festivaldirektor Marco Müller am Donnerstag vor Journalisten. 2005 seien immerhin 23 der in Venedig vorgestellten Filme für einen Oscar nominiert worden, betonte er. Den Schwerpunkt hat Müller erneut auf europäische Werke gelegt: Mehr als ein Dutzend der Wettbewerbsfilme kommen aus der "Alten Welt", vier aus den USA, und auch Asien ist gleich mit mehreren Streifen vertreten.

Auch außerhalb des Wettbewerbs finden sich viele interessante Namen, von Kenneth Branagh über David Lynch bis hin zu Oliver Stone, der in Venedig sein Epos "World Trade Center" über die Attentate vom 11. September 2001 präsentiert. Hauptdarsteller sind Nicolas Cage und Michael Peña, die zwei mutige Polizisten spielen, die unter den Trümmern der Twin Towers überlebt haben.

Insgesamt werden am Lido 62 Spielfilme aus 27 verschiedenen Ländern gezeigt, die alle Weltpremiere haben. Die Festivalleitung habe unter insgesamt 1429 Filmen ihre Auswahl getroffen. Damit wurden 300 Streifen mehr eingereicht als noch 2005: "Nur Venedig ist Venedig, das wissen auch die Produzenten", erklärte Müller.

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