Filmkritik & Trailer

"Mia Madre" - ein typischer Moretti

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Mia Madre“ ist ein typischer Moretti Trauerarbeit leistete Nanni Moretti bereits 2001 in „Das Zimmer meines Sohnes“.

„Damals starb das Kind und hinterließ eine verzweifelte Familie. In „Mia Madre“ geht es um den Tod der Mutter beziehungsweise Großmutter. Die Regisseurin Margherita (Margherita Buy) dreht gerade einen Film mit einem nervigen Schauspieler. Zeitgleich liegt ihre Mutter im Sterben. Der gestressten Margherita machen die Dreharbeiten, die durchwachten Nächte am Bett der Mama und der Krach mit ihrer Tochter zu schaffen – in ihren Träumen gerät zunehmend alles durcheinander.

Diese bewusste Verwirrung nutzt Moretti geschickt, um den Zuschauer enger als üblich an seinen Kinokosmos zu binden. Morettis eigene Mutter, wie im Film eine Lateinlehrerin, starb 2011, während der Sohn „Habemus Papam“ drehte. Die autobiografischen Bezüge sind nicht nur deswegen unübersehbar. Doch „Mia Madre“ wäre kein typischer Moretti, würden sich die bewegenden Momente nicht abwechseln mit einer beinahe absurden Komik und exakten Alltagsbeobachtungen.

Rubriklistenbild: © Kochmedia

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