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"Riverbanks": Schicksale jenseits der Nachrichten

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„Riverbanks“ wirft einen Blick auf Schicksale, die sich hinter Flüchtlingszahlen verbergen

Heuer sind so viele Menschen auf der Flucht wie seit 1945 nicht mehr. Die seit Jahren stetig steigenden Zahlen derer, die ihre Heimat verlassen müssen, sind mittlerweile auch Thema einiger höchst unterschiedlicher Spielfilme. Neben „Mediterranea“, „Die Piroge“ oder „Dheepan – Dämonen und Wunder“ beschäftigt sich auch der griechische Regisseur Panos Karkanevatos mit dem Thema.

In „Riverbanks“, seiner ausgewogenen, fein akzentuierten Mischung aus Migrantendrama, Liebesfilm und Actionthriller, findet Karkanevatos viele einprägsame Bilder jenseits der aus den Fernsehnachrichten bekannten Szenen. Schweigsames Zentrum der Handlung ist der Fluss Evros, der das Grenzgebiet zwischen der Türkei und Griechenland markiert und somit an einer Hauptfluchtroute liegt. Der griechische Soldat Yannis soll Minen aufspüren, die seit dem Zypernkonflikt in den Siebzigern dort liegen. Bei seiner lebensgefährlichen Arbeit, der er mit traumwandlerischer Lässigkeit nachgeht, trifft er eines Tages auf die junge Schleuserin Chryssa und verliebt sich in sie. „Riverbanks“ gewährt einen tiefen Einblick, veranschaulicht aus verschiedenen Perspektiven das, was sich an ergreifenden, aufwühlenden Schicksalen hinter den nüchternen Flüchtlingszahlen verbirgt.  

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