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Beste Freundinnen: Hexe Bibi (Lina Larissa Strahl) und Tina (Lisa-Marie Koroll). 

Nicht immer reicht „Hex, Hex!“

Filmkritik zu „Bibi & Tina – Tohuwabohu total“

Zwangsheirat, Flüchtlingskrise und eine Persiflage auf Donald Trump: Passt so viel Politik in einen Jugendfilm? Oh ja! Wenn man sie humorvoll verpackt. Und wer könnte das, wenn nicht Regisseur Detlev Buck?

Schließlich hat der sich mit den Filmen um die Hexe Bibi und ihre Freundin Tina einen liebevollen wie versponnenen Hippie-Blick auf die Welt angeeignet. Mit all den brennenden Themen, die Teil vier der Reihe verhandelt, ist „Bibi & Tina – Tohuwabohu total“ jedenfalls das wohl verrückteste Abenteuer, das die beiden Mädchen bisher bestehen mussten.

Zu Beginn genießen Bibi (Lina Larissa Strahl) und Tina (Lisa-Marie Koroll) die Sommerferien mit ihren Pferden. Da macht sich ein Junge über ihre Suppe am Lagerfeuer her. Als sie ihn erwischen, freunden sie sich mit ihm an. Doch irgendetwas ist komisch an dem Buben, der sich als syrischer Flüchtling ausgibt. Schnell fliegt seine Tarnung auf. Eigentlich ist er ein Mädchen und heißt Adea (Lea van Acken). Die Ausreißerin flieht vor ihrem Onkel, der sie in Nordalbanien zwangsverheiraten will. Das können Bibi und Tina nicht zulassen. Mit Tricks und Hexerei helfen sie Adea.

Graf Falko (herausragend komisch: Michael Maertens) hat auf Schloss Falkenstein derweil mit dem Immobilienhai Trumpf zu kämpfen, der nicht nur dem Namen nach einem berühmten US-Vorbild ähnelt, sondern auch äußerlich – mit seinem orangebraunfarbenen Teint, einer goldenen Haartolle und ebenso eindeutigen wie irren Zitaten, zum Beispiel: „Niemand baut Mauern besser als ich!“

Politik in einem lustig-leichten Jugendfilm zu verpacken, das gelingt Buck zwar erstaunlich gut, aber die ironische Darstellung der Themen birgt auch eine Gefahr – die der allzu naiven Vereinfachung. So bequem wie auf der Leinwand lassen sich Konflikte in der realen Welt nun einmal nicht lösen. Doch manchmal kommt selbst Bibi mit ihrer Hexerei nicht weiter und braucht Hilfe von ihren Freunden – und sogar Feinden.

Alles in allem aber liegt über dem Film ein naiv-hoffnungsfroher Glimmer. Wie der Regisseur das macht? Vor allem mit Slapstick-Szenen, Verfolgungsjagden, kreativen Kostümen und einer rasanten Filmmusik, die wieder aus der Feder der Liedschreiber Peter Plate, Ulf Leo Sommer und Daniel Faust kommt.

Franziska Bossy

„Bibi & Tina“

mit Lina Larissa Strahl

Regie: Detlev Buck

Laufzeit: 110 Minuten

Sehenswert ((((;

Dieser Film könnte Ihnen und Ihren Kindern gefallen, wenn Sie die „Bibi & Tina“-Reihe mögen.

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