Kinotrailer und Filmkritik

"Finding Vivian Maier": Wie ein Detektiv

München - Der Dokumentarfilm „Finding Vivian Maier“ begibt sich auf die Spuren der Amateurfotografin Vivian Maier. Sehen Sie hier den Kinotrailer:

John Maloof stammt aus einer Familie professioneller Flohmarkthändler. Die Wochenenden seiner Kindheit verbrachte er mit dem Vater oft auf Bazaren, Märkten und Auktionen. Auf der Suche nach einem verborgenen Schatz ersteigerte er 2007 eine verschlossene Kiste. Sie war gefüllt mit Negativen und Fotos. Voller Erstaunen erkannte Maloof die hohe Qualität der Aufnahmen. Mit viel Aufwand begann er, mehr über die Amateurfotografin Vivian Maier (1926–2009) herauszufinden, von der die Fotos stammen. Mit detektivischem Spürsinn begab sich der Regisseur auf Maiers Spur – und entdeckte, wie ungewöhnlich diese Frau war.

Für seinen Dokumentarfilm „Finding Vivian Maier“ sprach Maloof mit jenen Menschen, die Maier als Kindermädchen Anfang der Fünfzigerjahre in New York betreute. Aus deren Erinnerungen setzt sich das facettenreiche Mosaik einer höchst verschrobenen Mary Poppins zusammen, die wie besessen Zeitungsausschnitte sammelte und fotografierte. Maloofs lebendig gestalteter Film wechselt geschickt zwischen den sehr unterhaltsamen Gesprächen und den Bildern Maiers. Zusätzlich lässt der Filmemacher einige Kunstkenner deren Fotos begutachten und besucht den Geburtsort der Einzelgängerin, die als exzellente Chronistin des US-Alltags gelten muss.

ulf

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