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Wer sagt, dass ich nicht singen kann? Opernstar Joyce DiDonato als Florence Foster Jenkins.

Die schlechteste Sängerin der Welt

„Die Florence Foster Jenkins Story“: Joyce detonato

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München - US-Mezzosopranistin spielt in ihrem Kinodebüt Florence Foster Jenkins, die schlechteste Sängerin der Welt.

Tief in ihrem Innern, dort, wo das Gehör vom Wunschtraum betrogen wird, hat sie alles richtig gemacht. Da klingt etwa eine Arie aus Rossinis „La donna del lago“ wie von einer vokal intakten Frau. Doch in Wahrheit traf sie kaum einen höheren Ton, verirrte sich in Rhythmus und Verzierungen und sang doch alles bis zur Königin der Nacht. Florence Foster Jenkins (1868-1944) war gerade deshalb Kult in New York – und in ihrer Selbsttäuschung unendlich bemitleidenswert. Wer könnte sich nicht besser in ein solches Schicksal einfühlen als ein Opernstar? Mezzosopranistin Joyce DiDonato, weltweit als Gesamtkunstwerk aus stimmlicher Perfektion und schauspielhaft intensiver Darstellung unterwegs, ist Mittelpunkt von „Die Florence Foster Jenkins Story“. Kein Spielfilm ist das, sondern eine schräge Dokumentation. Ein Mix aus schwül-bizarren Arienmomenten à la Videoclip, Experten-Interviews und Spielszenen, in denen sich die mondän aufgeputzte Diva mit einem Journalisten unterhält.

Joyce DiDonato suhlt sich in den mächtig aufgedonnerten Opernhäppchen. Und wie herrlich falsch sie singen kann, stets im enervierenden Abstand unter der korrekten Intonation, ist der Clou des Films. Doch der ist eigentlich kein Opus für die Kinoleinwand, eher für einen Arte-TV-Beitrag ab 22.15 Uhr.

Trotz der raffiniert nachgestellten New-York-Bilder, dem ständigen Springen zwischen den Zeiten: Fast alles, was Foster Jenkins ausmacht, erfährt man nur dadurch, dass über sie geredet wird. Und das ernüchtert dann schon angesichts dieser schillernden Frau. Zudem scheint es, mit der Doku werde ein wenig zu penetrant Werbung für Joyce DiDonato samt ihrer CDs gemacht. Wer sich also wirklich gefangen nehmen lassen will von Florence Foster Jenkins, der muss sich noch zwei Wochen gedulden – bis zum großartigen Film mit Meryl Streep.

„Die Florence Foster Jenkins Story“

mit Joyce DiDonato

Regie: Ralf Pleger

Laufzeit: 93 Minuten

Annehmbar

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