Flucht in die Fantasie

"Die Brücke nach Terabithia": - Nach dem weltweiten Erfolg des Jugend-Fantasy- Spektakels "Die Chroniken von Narnia" legt das Produzenten-Team nun nach erprobtem Muster nach. Wieder wurde ein Bestseller, in diesem Fall Katherine Patersons "Die Brücke nach Terabithia", familiengerecht verfilmt.

Die Geschichte variiert bekannte Elemente: Der 15-jährige Außenseiter Jesse (Josh Hutcherson) freundet sich nach anfänglichen Schwierigkeiten mit seiner neuen Klassenkameradin Leslie (Anna Sophia Robb) an, die ebenfalls ein wenig aus dem Rahmen fällt -­ sie erkennen sich als Seelenverwandte.

Gemeinsam erkunden sie eine Fantasiewelt, eben Terabithia, in der es von abstrusen Fabelwesen wimmelt und in der sie Respektspersonen sind. Sie flüchten sich immer tiefer in ihre privaten Mysterienspiele und isolieren sich dabei zunehmend von der Realität, die sie nur noch als Zwischenspiel zwischen zwei Abenteuern in ihrer Fantasiewelt wahrnehmen. Lange geht das nicht gut, und so müssen sich die zwei Teenager doch noch der Wirklichkeit stellen ­ das größte Abenteuer von allen, wie sich erweisen wird.

Regie-Debütant Gabor Csupo hat das in opulenten Bildern und mit vielen gelungenen Einfällen als leicht pädagogisch angehauchte Fabel inszeniert. Das ist alles sehr stimmig und unterhaltsam, leider auch ein wenig vorhersehbar.

Dennoch, nicht zuletzt dank der begabten Jungdarsteller, ein schöner Jugendfilm, der sich von anderen vergleichbaren Produktionen abhebt. (Ab morgen in München: Mathäser, Maxx, Royal, Leopold, Museum i.O.)

"Die Brücke nach Terabithia"

mit Josh Hutcherson,

Anna Sophie Robb

Regie: Gabor Csupo

Annehmbar ***

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