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"I, Frankenstein":  Altbackener Schmarrn

Es ist für ein B-Picture nicht zwingend ein Problem, ein alberner Schmarrn zu sein. Freilich: „I, Frankenstein“ treibt’s schon sehr bunt. Der Kinotrailer und die Kritik:

Den klassischen Mythos hat diese Verfilmung eines Comics von Kevin Grevioux in zwei Rückblenden-Minuten wegerzählt. Und lässt dann Frankensteins Monster (Aaron Eckhart) in den jahrhundertealten Krieg zwischen Wasserspeiern und Dämonen geraten. Mit Verve und Witz hätte das etwas werden können. Natürlich darf man gerade einen Frankenstein-Film aus leichengefledderten Überresten zusammenflicken – wenn man ihm den Lebensfunken einhaucht. Doch da hat „I, Frankenstein“ sein Problem.

Seine Ikonographie ist saft- und kraftlos. Die Wasserspeier (die in einer Kathedrale mit Wasserspeiern wohnen) sind unter der Steinhaut keine grotesken Gestalten, sondern multiethnische Jungmodels, die Dämonen sind getarnt als Security-Leute im Anzug. Alles ist so hoffnungslos veraltete Coolness der Neunziger- und Nullerjahre wie die Kapuzenpulli-Mantel-Kombi des Titelhelden. Und die eine schöne Idee (das unterirdische Leichenlager der Dämonen) wird verschenkt. Ein alberner Schmarrn darf so ein Film sein, aber halt kein elendsfader Schmarrn – in dem nur Aaron Eckhart beeindruckt: Mit solch stoischem Ernst die unsinnigsten Sätze aufzusagen, ist eigentlich oscarwürdig.

wil

Rubriklistenbild: © Sony/dpa

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