Fußball und Familie

- "Der einsamste Mensch auf der Welt ist der, der keine Freunde hat." Die Lehrerin verkündet die Moral des Spielfilms bereits nach wenigen Minuten, aber es dauert noch ziemlich lange, bis der zehnjährige Junge (Samuel Haus) das kapiert hat. Der freche Kleine, der von allen nur "Tsatsiki" genannt wird, da sich seine Mutter vor zehn Jahren im Urlaub heftig in einen griechischen Fischer, Tsatsikis Vater, verknallte, hat eigentlich eine Menge Freunde, Kumpels und Kameraden und dazu zwei erstklassige Großväter.

Trotzdem gerät sein Leben arg aus dem Gleichgewicht, als er sich, ohne es recht zu wollen, plötzlich mit seinem besten Freund verkracht. Und als ob das nicht schon genug wäre, verkünden ihm seine Mutter und ihr neuer Freund auch noch, dass er bald ein Geschwisterchen bekommen wird. Auch nicht unbedingt ein Grund zum Jubeln, fürchtet Tsatsiki.<BR><BR>Nach dem Erfolg des ersten Teils "Tsatsiki, Tintenfische und erste Küsse" vor zwei Jahren lag der Gedanke nahe, die unkonventionelle Geschichte weiterzuspinnen. Die dänische Produktion sorgte im Bereich Kinderfilm für viel Furore, und "Tsatsiki - Freunde für immer" ist glücklicherweise ebenso charmant und locker-leicht erzählt wie sein Vorgänger. Regisseur Eddie Thomas Petersen hat mit viel Liebe und Humor den Mikrokosmos eingefangen, der Kinder von heute so beschäftigt: Popmusik, Fußball und Familienalltag. Aber auch für ernstere Aspekte wie Tod des Opas oder Scheidung der Eltern findet Petersen die richtigen Bilder und vor allem auch den passenden Ton. (In München: Marmorhaus, Maxx, Karlstor.)<BR><BR>"Tsatsiki - Freunde für immer"<BR>mit Samuel Haus, Sam Kessel<BR>Regie: Eddie Thomas Petersen<BR>Sehenswert<BR>

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