Münchner (53) brutal zusammengeschlagen - Täter flüchtig

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Geist der Aufklärung

"Der Traum": - Die Wut ist spürbar, auch nach all den Jahren: Der dänische Regisseur Niels Oplev schildert in "Der Traum" das Leiden des jungen Frits, der sich mit seinem tyrannischen Schuldirektor anlegt. Man schreibt das Jahr 1969 und körperliche Züchtigungen sind, zumal in der Provinz, an der Tagesordnung.

Aber Frits will sich die Ohrfeigen nicht weiter gefallen lassen: Er bringt die Sache vor den Schulausschluss und damit die Erwachsenen in die unangenehme Situation, sich mit der eigenen Feigheit auseinandersetzen zu müssen. Denn niemand wagt es, sich gegen den Direktor zu stellen, außer dem 13-Jährigen, der darauf besteht, dass Unrecht Unrecht ist. Angestachelt von einer Schallplatte auf der Martin Luther King seinen Traum beschwört, nimmt Frits den Kampf auf.

Mit erfrischendem Idealismus und einer grimmigen Unversöhnlichkeit erinnert "Der Traum" einerseits an dunkle Zeiten der Erziehung und beschwört andererseits den Geist der Aufklärung. Platt hätte das werden können, aber Oplev ringt sich zu einer subtilen Inszenierung durch. Zudem hat er grandiose Schauspieler, vor allem den jungen Janus Dissing Rathke, der eine verblüffend reife Vorstellung abliefert. Ein schamlos manipulativer und dennoch ehrlicher Film, der mitreißt.

"Der Traum"

mit Janus Rathke, Bent Mejding

Regie: Niels Oplev

Sehenswert

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