Gleich zehn deutsche Akteure treten in Wettbewerbsbeiträgen auf

"Good Germans" auf der Berlinale: - Berlin - In Deutschland sind sie schon Stars. An der Seite von Größen wie Lauren Bacall, Matt Damon oder Cate Blanchett werden sie für das internationale Berlinale-Publikum noch einmal zu Neuentdeckungen.  Filmbericht

Auch jenseits der beiden deutschen Wettbewerbsfilme machen Schauspieler aus heimischen Landen eine gute Figur auf den 57. Berliner Filmfestspielen. Gleich zehn deutsche Akteure treten in Berlinale-Wettbewerbsbeiträgen auf. Martina Gedeck schwärmt von der Zusammenarbeit mit den Hollywood-Kollegen. Für Robert De Niros "Der gute Hirte" verführte sie den als CIA-Agenten agierenden Matt Damon. "Das, was in Deutschland vielleicht das Theater verkörpert, das ist in den USA der Film. Dort wird man als Schauspieler als Kostbarkeit behandelt", sagt Gedeck.

Auch Moritz Bleibtreu, Julia Jentsch und André Hennicke gehören zu den Deutschen in internationalen Wettbewerbs-Produktionen. In weiteren Festival-Reihen sind Schauspieler wie Daniel Brühl und Jasmin Tabatabai zu sehen. Manchmal sind es nur Kurzauftritte. Aber der Nutzen ist doppelt. Ausländische Filmemacher können mit deutschen Namen auf mehr Zuspruch beim hiesigen Publikum hoffen, und für die deutschen Stars ist es ein Sprungbrett.

 Filmbericht

Typisch ist dabei der Auftritt des noch unbekannten Christian Oliver, der aus Niedersachsen kommt und in Hollywood sein Glück versucht. Er spielt in Steven Soderberghs "The Good German" als Blanchetts Ehemann zwar die Titelrolle, aber die ist sehr klein. In der französischen Komödie "Zwei Tage in Paris" von Julie Delpy taucht gegen Ende in einer Mini-Rolle Brühl als Globalisierungskritiker auf, der sich für eine Fee hält. "Es ist toll, die Möglichkeit zu haben, in unterschiedlichen Ländern zu drehen", sagt Brühl. Delpy will ihn auch für ihren neuen Film vor die Kamera holen.

Größere Rollen hat Bleibtreu ergattert. Zusammen mit Bacall und Woody Harrelson spielt er in dem Gesellschafts-Thriller "The Walker" von US-Regisseur Paul Schrader. Daneben ist er in "Das Haus der Lerchen" der italienischen Regisseure Paolo und Vittorio Taviani zu sehen - ein Film über den türkischen Völkermord an den Armeniern, der bereits vor seiner Premiere in der Sektion "Berlinale Special" für Schlagzeilen sorgt. Schrader will für seine bald startende Verfilmung des Holocaust-Romans "Adam Hundesohn" neben Bleibtreu auch Veronica Ferres, Joachim Krol und Juliane Köhler engagieren.

Die weibliche Hauptrolle spielt Julia Jentsch in dem tschechischen Film "Ich habe den englischen König bedient". In Jiri Menzels Verfilmung des tragikomischen Romans von Bohumil Hrabal ist die Bären-Gewinnerin aus dem Jahr 2005 ("Sophie Scholl") als Sudetendeutsche zu sehen, die im von den Nazis besetzten Tschechien einen gewitzten Kellner heiratet. Dafür wurde Jentsch für den bedeutendsten Filmpreis Tschechiens nominiert, den Böhmischen Löwen. "Julia ist eine gute Schauspielerin und ein sehr angenehmer Mensch", sagt Menzel. "Als wir uns im Januar 2006 erstmals trafen, hatte ich das Gefühl, wir würden uns schon lange kennen", so der Regisseur. "Das hier war schlicht das beste der angebotenen Drehbücher", gibt Jentsch das Kompliment zurück.

www.berlinale.de

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