Der große Urlaubskrieg

- Zu welchem Zweck Filme gedreht werden, ist ein beliebtes Thema unter Cineasten. Die banale Antwort liefert ein Werk wie "Im Dutzend billiger 2": Es geht darum, Geld zu verdienen - wie in jedem anderen Wirtschaftszweig auch. Nach dem überraschend großen Erfolg des ersten Teils, in dem das genervte Ehepaar Baker sich mit dem Chaos arrangieren musste, das ihre zwölfköpfige Kinderschar verursacht hat, sollen nun mit derselben Formel noch einmal Zuschauer angelockt werden. Übermäßig originell ist der Ansatz dabei nicht.

Die Familie macht Ferien, was mit 14 Beteiligten zu vorhersehbaren logistischen Problemen und Pannen führt. Um etwas Schwung in die Sache zu bringen, residiert im Häuschen nebenan ebenfalls eine riesige Familie (acht Kinder, immerhin).

Man kennt und hasst sich - der große Urlaubskrieg kann beginnen. Das erinnert in der albernen Harmlosigkeit mitunter an die deutschen Schulkomödien der 60er- und 70er-Jahre. Hatte Regisseur Shawn Levy im ersten Teil noch halbwegs ernsthafte Konflikte einfließen lassen wie etwa die Schwierigkeiten für eine Frau, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen, wird nun nur noch geblödelt.

Das Einzige, was diesen Film vor dem kompletten Absturz bewahrt, ist die Besetzung. Steve Martin und Bonnie Hunt verbreiten als gestresste Familienvorstände Charme und mildern die derben Gags. Der Trumpf ist freilich Eugene Levy als aggressives Oberhaupt der Konkurrenzfamilie.

"Im Dutzend billiger 2"

mit Steve Martin, Bonnie Hunt

Regie: Shawn Levy

Erträglich

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