Der grüne Junge

- "Pfui, schäm dich, das Krokodil hat sich wenigstens noch benommen", tadelt Smee (deutsche Stimme: Mogens von Gadow), der wichtelhafte Smutje mit Brille, Knollennase, roter Zipfelmütze und blau-grauem Ringelpullover den vorwitzigen Kraken und verweist damit elegant auf den ersten Teil des Klassikers "Peter Pan" von 1953. Wer gefürchtet hat, dass die neuen Abenteuer im Nimmerland dem berühmten Vorbild nicht würden standhalten können, sieht sich angenehm enttäuscht. Die Disney-Studios haben die Qualität der Bilder beibehalten und die Figuren von Peter Pan (Florian Knorn) und seinen verwunschenen Buben in Gesichtern und Körpern wunderbar fein gezeichnet und auch farblich liebevoll und differenziert zu den Hintergründen abgestimmt. Zwar trägt Jane (Luise Helm) einen moderneren roten fülligen Haarschnitt als ihre Mutter Wendy, doch bald fügt sich ihre Erscheinung ebenso selbstverständlich in das Gesamtbild ein wie Weiland die ihrer Mutter.

<P>Ein besonderer Augenschmaus ist natürlich Käpt'n Hook (Lutz Riedel) und seine derart übertrieben "gefährliche" Mannschaft, die samt dem wunderbar romantischen Piratenschiff und dem möchtegern-bösen Oktopus keine bleibenden Ängste bei noch so kleinen Kindern aufkommen lässt. So fügt sich auch der neu dazu erfundene zweite Teil des Kinderbuchklassikers von Sir James Matthew Barrie unter der Regie von Robin Budd gelungen in die Welt der kindlichen Wunsch- und Albträume ein, in die auch Nena mit zwei passenden neuen Songs eintauchen kann.</P><P>Der ewig knabenhafte Peter Pan im grünen Blätterkleid und seine Jungs können im Nimmerland ruhig so bleiben und die Seelen des Publikums für Fantasie und Geschichten öffnen. Erwachsen werden sollen sie nie. (In München: Marmorhaus, Maxx, Royal, Cinema i. O.)</P><P>"Peter Pan _ Neue Abenteuer im Nimmerland"<BR>Regie: Robin Budd<BR>Sehenswert </P><P> </P>

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