Grusel-Gemäuer

- Horrorfilme gibt es viele. Gerade aus Spanien, woher Jaume Balaguero, der junge Regisseur von "Darkness" kommt, stammen einige bemerkenswerte Vertreter dieses Genres, etwa "Others" von Alejandro Amenabar. "Darkness" ist ein klassisches Horrorwerk, in dem der Grusel nicht durch Aliens oder schleimige Körperfresser verursacht wird, sondern durch das Unterbewusstsein der Figuren. Der Star des Films ist Anna Paquin, eine der begabtesten Nachwuchshoffnungen Hollywoods.

<P>Sie spielt ein junges Mädchen, das mit Bruder, Mutter (Lena Olin) und Vater aufs Land zieht. In dem alten Haus geschehen bald merkwürdige Dinge, den Bewohnern geht es zunehmend schlecht. Bald erfährt Regina von einem 40 Jahre zurückliegenden Ereignis, dass das Haus offenbar nicht zur Ruhe kommen lässt.</P><P>Dieser Plot mag nicht originell sein, ist aber gut und mit nie zu dick aufgetragenen Effekten inszeniert. Immer erkennbar bleibt die Intelligenz des Regisseurs. Geschickt zitiert Balaguero seine Vorbilder, zeigt, was er aus der Filmgeschichte gelernt hat: Kubricks "Shining" ist dabei ebenso eine Referenz wie Stuart Rosenbergs "Amityville". Was ihm am besten gelingt, ist den Zuschauer in Unruhe zu halten. Was will man mehr von einem guten Horrorfilm? Den Fans des Genres wird "Darkness" jedenfalls zusagen und über die bloße Handlung hinaus einiges Vergnügen bereiten. (In München: Mathäser.)</P><P>"Darkness"<BR>mit Anna Paquin, Lena Olin<BR>Regie: Jaume Balaguero<BR>Sehenswert </P><P> </P>

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