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Müde Party-Burschen: Stu (Ed Helms), Phil (Bradley Cooper) und Alan (Zach Galifianakis) reisen in „Hangover 2“ nach Thailand, um Stus Junggesellenabschied zu feiern.

Hangover 2: Die Feier geht weiter

Nach dem Überraschungs-Erfolg „Hangover“ läuft auch in der Fortsetzung ein Junggesellenabschied völlig aus dem Ruder. Sehen Sie hier den Kinotrailer und die Filmkritik.

Der Film schlug ein wie eine Bombe – gigantisch und absolut unerwartet. „Hangover“ von Todd Phillips war im Jahr 2009 der Überraschungserfolg. Die unbekümmert feuchtfröhliche Komödie um ein paar Freunde, die sich nach einer durchzechten Nacht in Las Vegas an nichts erinnern können, spielte weltweit über 300 Millionen US-Dollar ein – die DVD-Auswertung nicht eingerechnet. Und das bei einem Budget von gerade einmal 35 Millionen US-Dollar. Kein Wunder also, dass die Fortsetzung nicht lange auf sich warten ließ. Im zweiten Teil verlegte Regisseur Phillips die Handlung nach Thailand.

Wieder feiern Chris (Bradley Cooper), Stu (Ed Helms), Doug (Justin Bartha) und Allan (Zach Galifianakis) einen Junggesellenabschied. Diesmal soll der brave Zahnarzt Stu heiraten, und da seine Auserwählte thailändischer Herkunft ist, findet die Trauung in einem Luxushotel an einer idyllischen Bucht statt. Gewarnt durch die Ereignisse rund um Dougs Hochzeit zwei Jahre zuvor, will der biedere Stu keinen Junggesellenabschied feiern. „Nur auf ein Bier“ marschiert er schließlich mit seinen Freunden an den Strand. Lagerfeuer, Flaschenbier. Alles ganz harmlos. Am nächsten Morgen erwachen die Feiermonster in einem heruntergekommenen Hotel in Bangkok.

Von der Struktur unterscheidet sich „Hangover 2“ nur minimal vom Vorgänger. Manche Kameraeinstellungen scheinen sogar identisch und manche Gags exakt in derselben Minute platziert zu sein. Wer den ersten Teil kennt, dem beschert Phillips oft ein Déja Vu. Doch da die aufgewärmten und die frischen Gags funktionieren, darf man darüber getrost hinwegsehen – auch wenn das beim singenden Mike Tyson wirklich schwer fällt.

Bangkok verleiht als exotischer Handlungsort dem Film insgesamt eine neue Note. Die kulturellen Unterschiede bieten erwartungsgemäß eine Menge Humor-Potenzial ober- und unterhalb der Gürtellinie. Erstaunlicherweise wirken die Freunde in der fremden Umgebung nicht so selbstherrlich und großkotzig wie weiland in Vegas, sondern sympathischer. Offensichtlich waren die Drehbuchautoren Craig Mazin und Scot Armstrong diesmal trotz allen notwenigen Tempos und Klamauks um eine genauere Charakterzeichnung bemüht. Teil drei dürfte sich in Planung befinden – der schrullige Millionärssohn Allan muss schließlich auch noch unter die Haube.

Ulricke Frick

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