Haußmann-Film über Leben von DDR-Fernsehmoderator verzögert sich

Halle - Der Film über das Schicksal des DDR- Fernsehmoderators O.F. Weidling (1924-1985) von Regisseur Leander Haußmann ("Sonnenallee") verzögert sich.

"Das kann noch einige Jahre dauern", sagte Haußmann am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur dpa in Halle. Der Film sollte ursprünglich in diesem Jahr unter dem Titel "Die O.F. Weidling-Story" in die Kinos kommen. "Der Arbeitstitel hat sich geändert, er heißt jetzt "Ein Kessel Buntes"", sagte der Regisseur. Nach Haußmanns Worten arbeitet derzeit der Drehbuchautor Boris Naujoks an der Geschichte. Laut Haußmann ist die erste Fassung des Drehbuchs fertig, aber das werde sicher nicht die letzte sein, denn es gehe um Qualität. ""Sonnenallee" hat sieben Jahre gedauert", sagte Haußmann.

Der Regisseur hatte sich als Grundlage für den Film die Rechte am Buch "Im Namen des Vaters und des Sohnes" gesichert. Autor ist Carsten J.W. Weidling, der Sohn von O.F. Weidling. Die Fernsehsendungen seines Vaters waren bissige Satiren über die wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse in der DDR. Als er am 27. April 1984 vor der Partei- und Staatsführung in Berlin den neuen Friedrichstadtpalast eröffnete, missfielen dem SED-Wirtschaftslenker Günter Mittag Weidlings Pointen. Weidling wurde aus dem Fernsehen der DDR verbannt und mit einem Berufsverbot belegt.

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