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Mit seinen Fans ließ er sich immer gern fotografieren, doch Paparazzi mochte Heath Ledger gar nicht – und versuchte sich so gut es ging zu tarnen. Nicht einfach für jemanden, der 22 Spielfilme gedreht hat.

Neuer Bildband

Heath Ledger: Verbeugung vor einem Ausnahmetalent

Wenn man den Meldungen glauben darf, dann wissen es bislang nur Brad Oltmann und Rick Rosas. Die beiden leiten die Wahlprozedur, an deren Ende feststeht, wer in der Nacht auf Montag über die Oscars jubeln darf.

Denn inzwischen mussten die 5810 Mitglieder der Filmakademie die Stimmzettel mit ihren jeweiligen Favoriten für den wichtigsten Filmpreis der Welt abgeben. Eine Buchführungsfirma erfasste die Voten und versiegelte die Namen der Preisträger in undurchsichtigen Umschlägen.

So bleibt Heath Ledger in Erinnerung

Heath Ledger - so bleibt er uns in Erinnerung

Nur Oltmann und Rosas wissen also bereits heute, ob auch der Name des australischen Schauspielers Heath Ledger in einem der Umschläge steht. Ledger wurde für seine Rolle als Joker in Christopher Nolans Film „Batman: The Dark Knight“ am 22. Januar postum als bester Nebendarsteller nominiert. Dies geschah auf den Tag genau ein Jahr, nachdem der damals 28-Jährige in seiner Wohnung in New York tot aufgefunden wurde. Zwei Wochen später sollte die Autopsie ergeben, dass er an einer Überdosis verschreibungspflichtiger Medikamente starb – versehentlich. Ledger, der in 22 Spielfilmen mitwirkte und seinen bis dato größten Erfolg als schwuler Cowboy in „Brokeback Mountain“ feierte, galt als eines der außergewöhnlichsten Talente im Filmgeschäft.

Davon kann man sich nun in einem soeben erschienenen wunderbaren Bildband überzeugen – es ist eine Hommage in Fotografien. Nicht nur Szenenbilder aus seinen Filmen und Aufnahmen von den Dreharbeiten sind hier zu bestaunen, sondern auch private Bilder. Gerade diese lassen erahnen, wie unangenehm Ledger der Rummel um seine Person gewesen sein muss. Es ist nicht der einzige sympathische Wesenszug dieses Ausnahmetalents.

von Michael Schleicher

„Heath Ledger“

herausgegeben von Hilary Gayner mit Texten von Manfred Hobsch. Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin, 200 Seiten; 24,90 Euro.

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