Heillos verwirrende Wikinger-Saga

"Pathfinder": - Im Mittelalter waren sie der Albtraum Europas: die Wikinger. Mit einer Doppelstrategie aus Feldzügen und Handel kontrollierten sie weite Teile des Kontinents. Im norwegischen Epos "Ofelas" wurde 1987 bildgewaltig eine wunderbar erfundene Legende um das Scheitern des Wikinger-Feldzugs in Amerika gestrickt. Der deutsche Hollywood-Import Marcus Nispel hat dies als "Pathfinder" neu verfilmt und die Saga mit bemerkenswerter Gründlichkeit verschandelt.

Dabei hat die Handlung suggestive Kraft: Ein Wikinger-Waise wird von amerikanischen Ureinwohnern aufgezogen und verteidigt seinen Stamm, als die Wikinger erneut auftauchen. Nispel findet beeindruckende Bilder und erschafft eine leicht unwirkliche Atmosphäre, die zur mythischen Dimension der Geschichte passt. Aber damit hat es auch schon sein Bewenden.

Denn was Nispel alles nicht kann, ruiniert den Film. Er kann keine Geschichte erzählen, Charaktere plausibel einführen und keine Actionszenen inszenieren. So sieht "Pathfinder" aus wie eine missglückte Mischung aus "Herr der Ringe" und "Apocalypto". Um Tempo zu simulieren, schneidet Nispel wild Miniszenen aneinander und stiftet heillose Verwirrung. Tragisch für die Schauspieler: Karl Urban als Kämpfer zwischen zwei Welten und Moon Bloodgood als seine Gefährtin haben erkennbar Potenzial. Und Ralf Möller wird froh sein, dass er nie seinen Wikinger-Helm abnehmen durfte.

"Pathfinder"

mit Ralf Möller, Karl Urban

Regie: Marcus Nispel

Erträglich

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