Daniel Radcliffe in schrägem Gruselfilm

"Horns": Hörner machen noch keinen Teufel

In "Horns" zeigt sich Harry-Potter-Darsteller Daniel Radcliffe mit teuflischen Hörnern und bleicher Haut. Doch Alexandre Aja verspielt in dem kuriosen Gruselfilm die Chance auf eine schräge Horror-Komödie.

Daniel Radcliffe, berühmt geworden als bebrillter Zauberschüler Harry Potter, ist in „Horns“ kaum wiederzuerkennen. In dem schrägen Gruselfilm des Schock-Spezialisten Alexandre Aja zeigt sich der 26-Jährige zerschunden, mit bleicher Haut und teuflischen Hörnern, die aus seiner Stirn wachsen. Die Wandlung vom Liebhaber, der unter Verdacht gerät, seine Freundin ermordet zu haben, zum Teufel, der den wahren Täter sucht, gelingt Radcliffe perfekt.

Bereits mit dem Geisterdrama „Die Frau in Schwarz“ hatte er sein Gruseltalent und seine Wandlungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Leider ist Radcliffe der einzige Lichtblick in diesem Thriller, der Übernatürliches mit schwarzem Humor, Ekel und freizügigen Liebesszenen mischt. Regisseur Aja erzählt, wie Ig Perrish (Radcliffe) verteufelt wird, weil alle glauben, er sei ein Mörder – prompt wacht der junge Mann mit Hörnern am Kopf auf. Mit seinen neuen, übernatürlichen Kräften kann er fortan anderen deren sündige Gedanken entlocken. Das führt zu schrägen Szenen, und „Horns“ hätte tatsächlich eine originelle Horror-Komödie werden können. Doch der Film nach Joe Hills Roman „Teufelszeug“ ist mit biblischer Symbolik überladen und zieht sich. 

mub

„Horns“

mit Daniel Radcliffe

Regie: Alexandre Aja

Laufzeit: 120 Minuten

Rubriklistenbild: © Universal Pictures/dpa

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