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Horst Schlämmer bei der Filmpemiere mit Fist Lady Alexandra Kamp.

Horst Schlämmer hält nicht was er verspricht

München - „Horst Schlämmer - Isch kandidiere!“ ist wohl eine gute Idee, ihr fehlt allerdings die Überzeugungskraft. Schwache Darsteller und das Fehlen eines Drehbuchs sind die großen Mankos.

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18 Prozent der Wahlberechtigten in Deutschland würden Horst Schlämmer wählen. Hape Kerkelings Fantasie-Figur und dessen Fantasie-Partei HSP scheinen da irgendeinen Nerv getroffen zu haben, dass man ihm Politik oder politische Verantwortung zutraut.

Hier geht‘s zum Trailer.

Ob die Umfragewerte noch so blieben, wenn die WählerInnen Herrn Kerkelings neuen Film „Horst Schlämmer - Isch kandidiere!“ gesehen haben? Dieses Ding ist ehrlich gesagt so schlecht, dass man es kaum einen Film nennen kann. Eher eine Klamotte mit ein paar Witzen - ohne Drehbuch, ohne Schauspieler, ohne Überzeugungskraft.

Premierenbilder: „Horst Schlämmer - Isch kandidiere!“

Horst Schlämmer - der Kanzler der Herzen

Das Desaster liegt nicht an Hape Kerkeling. Seine Figur Horst Schlämmer, der nuschelnde, schmierige Provinz-Journalist („Weisse bescheid...!“) funktioniert immer fabelhaft. Auch mit der Idee des Streifens: Schlämmer will Bundeskanzler werden, gründet eine Partei und macht Wahlkampf.

Bilder von der Pressekonferenz der HSP

Horst Schlämmer: „Isch kandidiere“

Zentrales Wahlversprechen: „Es ist zu wenig. Es muss mehr werden.“ Am Besten läuft das, wenn Schlämmer-Kerkeling Normalos auf der Straße mit Politik-Geplapper verwirrt oder ihnen ihre eigene Doofheit verdoppelt („Sachsen ist ja eine Weltstadt!“). Auch seine kleinen Szenen als Angela Merkel oder Ronald Pofalla sind gelungen.

Es fehlt ein Drehbuch

Allerdings fehlen dem Gesamtwerk schlicht ein gutes Drehbuch und fähige Darsteller. Alexandra Kamp als First Lady Alexandra Kamp - bodenlos schlecht und unfähiger als alle Daily-Soap-Stars Deutschlands zusammen; Simon Gosejohann als dümmlicher Praktikant wirkt immer so, als gäbe es keinen Regisseur, der ihm gesagt hat, was da eigentlich gespielt wird.

Und die echten Politiker (u.a. Claudia Roth, Cem Özdemir) sind total deplatziert: weil sie sie selbst sind - aber spürbar wissen, dass sie neben der Kunstfigur Schlämmer in einer Fiktion auftreten. Natürlich kann man einige Male richtig lachen. Aber das konnte man über Horst Schlämmers VW-Werbung auch. Ins Kino gehen würde man dafür aber nicht.

Von Philipp v. Studnitz

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