Horus und die Mutantin

- Charlotte Rampling und Jean-Louis Trintignant in einem Film - das sieht man nicht jeden Tag. Auch sonst ist "Immortel" außergewöhnlich. Regisseur Enki Bilal wurde als Comic-Zeichner bekannt. In dem französischen Animationswerk - reale Darsteller und Computertricks verschmelzen zu Bildern der dritten Art - verfilmt er seine Comic-Serie um den Helden Alcide Nikopol.

<P>"Immortel" fasziniert durch atemberaubende Bilder. Neue und alte Techniken vermischen sich im Jahr 2095. Es gibt Mutanten, die milchweiße Haut haben, blaue Tränen weinen und so schön sind wie Linda Hardy, die ehemalige Miss France. New York ist eine düstere Gothic-Fantasie. Über der Stadt schwebt eine ägyptische Pyramide, die von Göttern bewohnt wird. Sie streiten sich nach strengen Regeln um die Macht im Universum. Auch sonst ist Bilal kein Einfall zu schrill.<BR><BR>New York ist in drei Überwachungslevel unterteilt. Es dominiert eine Firma, die sich auf Klontransplantate spezialisiert hat. Vor dem Hintergrund einer Wahlkampagne, bei der der Kandidat des Biotechnologie-Konzerns mit faulen Tricks ins Amt gedrückt werden soll, begegnet uns Jill Bioskop (Hardy), eine ausgewachsene, drei Monate alte Mutantin, die ihr Gedächtnis verloren hat. Um seine Unsterblichkeit nicht zu verlieren, muss der falkenköpfige Gott Horus diese Mutantin schwängern und sich hierfür zuerst selbst in einen Menschenkörper hineinversetzen. <BR><BR>Dieser Körper gehört Alcide Nikopol (Thomas Kretschmann). Ein einmaliger Fall im europäischen Kino: Fast vollständig am Computer entstanden, gefällt vor allem das Retro-Design des Films und sein Mut, ungewöhnliche Einfälle in die Tat umzusetzen. "Immortel" hat das Zeug zum Kult-Klassiker. <BR><BR>(In München: Mathäser.)<BR><BR>"Immortel"<BR>mit Charlotte Rampling, Jean-Louis Trintignant<BR>Regie: Enki Bilal<BR>Sehenswert </P><P> </P>

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