Die Huberbuam im Film

"Am Limit": - Oscar-Preisträger Pepe Danquart ("Schwarzfahrer") liebt die Extreme. Davon zeugt sein neuer Film "Am Limit", für den er die bayerischen Extrembergsteiger Alexander und Thomas Huber mit der Kamera begleitet hat. Im kalifornischen Yosemite Nationalpark und im südamerikanischen Patagonien filmte er die "Huberbuam" aus Berchtesgaden, die zu den besten Extremkletterern der Welt gehören. Mit beeindruckenden Aufnahmen, Witz und Charme zieht die Dokumentation die Zuschauer in Bann, auch wenn sie noch nie nackten Fels erklommen haben.

"Am Limit" ist aber nicht auf faszinierende Bilder und sportliche Aspekte begrenzt, denn der Mensch ist für Danquart das Wichtigste. Darin sieht der 52-Jährige die Parallelen zu seinen beiden ersten Sportfilmen: "Heimspiel" (2000) über den Ostberliner Eishockey-Club "Die Eisbären" sowie "Höllentour" (2004) über die Tour de France.

"Am Limit" ist der gelungene Abschluss dieser Sporttrilogie. Die Profisportler menschlich fassbar zu machen, glückt Danquart. Zentral sind die Aussagen der Speed-Kletterer über ihre Motive, immer aufs Neue ihr Leben zu riskieren. Ein "Getriebener" zu sein und "etwas zu machen, das absolut gegen die Vernunft ist", bekennt etwa Alexander. (Ab morgen in München: Arri, Gloria, Münchner Freiheit, Forum.

"Am Limit"

mit Alexander und Thomas Huber

Regie: Pepe Danquart

Sehenswert

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