"Ich war nie allein" - Will Smith über seinen neuen Film "I Am Legend"

München/Berlin - Für Hollywoodstar Will Smith ist seine Rolle in "I Am Legend" die größte Herausforderung seiner Schauspielerkarriere gewesen.

Für den Part des einsamen Überlebenden in einem menschenleeren New York habe er sich an Tom Hanks im Drama "Verschollen" orientiert, sagte der 39-Jährige in Berlin beim Gespräch am Rande der Deutschlandpremiere des Spielfilms "I Am Legend", der ab morgen in unseren Kinos läuft. "Hanks bietet da wirklich eine geniale Leistung."

In dem Science-Fiction-Thriller spielt Smith einen Wissenschaftler, der eine globale Epidemie überlebt und in der verlassenen Millionenmetropole gegen Zombies kämpft. Er sei nicht leicht gewesen, sich in die Rolle des einsamen Menschen hineinzudenken. "Ich bin mit drei Geschwistern aufgewachsen, mein kleinster Bruder schlief bei mir im Bett. Später war ich schon mit 24 verheiratet - ich war selten allein", erzählte Smith. "Bei der Vorbereitung auf den Film habe ich erstmals erkannt, dass es auch notwendig ist, einmal ganz für sich zu sein", meinte der dreifache Familienvater im Interview.

Wie schon in seinem letzten Film stand ein Kind von ihm mit vor der Kamera. Die siebenjährige Willow Smith spielt in "I Am Legend" eine kleine Rolle als seine Tochter. "Es ist wunderbar, dass meine Kinder spielen wollen - dabei kann ich ihnen doch am meisten helfen", so Will Smith. Sein inzwischen neunjähriger Sohn Jaden war neben ihm in "Das Streben nach Glück" (2007) zu sehen.

"I Am Legend" ist eine Verfilmung des gleichnamigen Science-Fiction-Romans von Richard Matheson von 1954. Laut Drehbuchautor und Produzenten Akiva Goldsman liefen die Vorbereitungen zur Verfilmung seit den 90er-Jahren. Ursprünglich sollte Arnold Schwarzenegger die Hauptrolle spielen, doch sei er dann kalifornischer Gouverneur geworden. "Mit ihm wäre der Streifen vermutlich ein reiner Actionfilm geworden. Wir hingegen haben uns jetzt mehr auf den Überlebenden konzentriert." Im US-Wahlkampf setzt Smith auf den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama. Er sei "eine perfekte Wahl für die Zukunft Amerikas". Er selbst habe keine politischen Ambitionen, sondern bleibe auch in Zukunft der Leinwand treu, schmunzelte Will Smith in Anspielung auf den Ex-Schauspielerkollegen Arnold Schwarzenegger. "I Am Legend" spielte in den USA in vier Wochen bereits etwa 228 Millionen Dollar (115 Millionen Euro) ein.

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