Warum scheitert Inklusion?

„Ich. Du. Inklusion“: Anspruch trifft auf Wirklichkeit

München - „Ich. Du. Inklusion.“ von Thomas Binn dokumentiert den Alltag an einer Grundschule.

Der Untertitel klingt alles andere als positiv: „Wenn Anspruch auf Wirklichkeit trifft“. Auch in den ersten Minuten des Dokumentarfilms „Ich. Du. Inklusion“ hat es den Anschein, als wolle Regisseur Thomas Binn Zuschauern und Politikern das Thema Inklusion ausreden. So aber ist es nicht. Vielmehr geht es darum zu ergründen, warum eine gute Inklusion derzeit noch scheitert.

Der Film porträtiert über die Dauer von zweieinhalb Jahren eine Klasse der Geschwister-Devries-Grundschule im nordrhein-westfälischen Uedem. Die Kinder sind Teil des ersten offiziellen Inklusionsjahrgangs. Seit Sommer 2014 haben Heranwachsende mit Unterstützungsbedarf Rechtsanspruch auf gemeinsamen Unterricht in Regelschulen. Obwohl das Thema wichtig, zugleich aber ein wenig dröge wirkt, ist der Film sehr sehenswert. Beeindruckend nah kommt die Kamera den Protagonisten, ihren Gefühlen, Gedanken. #

So erfährt der Zuschauer einiges über die Nachlässigkeiten des deutschen Bildungssystems. Es mangelt an Geld und damit an Zeit. EU-Richtlinien wurden wohl nicht zeitnah umgesetzt. Der Betrachter erfährt aber auch, wie schwer und demütigend der Zivilisationsprozess an der Schule ist. Es wird beurteilt, schematisiert. Manchmal möchte man mit den kleinen Protagonisten einfach mitheulen.

„Ich. Du. Inklusion“

Regie: Thomas Binn Laufzeit: 95 Minuten

Sehenswert 

Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie „Beruf Lehrer“ mochten.

kat

Rubriklistenbild: © Screenshot Trail er

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