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Imagewandel: Meg Ryan in "In the Cut"

- Es gibt bestimmt Zuschauer, die nur aus einem Grund in "In the Cut" gehen: Meg Ryan ist ausgiebig nackt zu sehen. In Amerika machte der Film Skandal, weil die bekannteste Zuckerschnute der Welt mit ihrem braven Image aufräumt. Seit "Schlaflos in Seattle" verkörpert sie jene Allerweltsattraktivität des Typs Frau, den Männer heiraten wollen. Nach "In the Cut" dürften sich die Fantasien wandeln. Weil Ryan eine hervorragende Darstellerin ist, ist die Besetzung ein guter Einfall von Jane Campion. Die Regisseurin steht immer für etwas Besonderes. "Das Piano" oder "Portrait of a Lady" waren Welterfolge und alles andere als Mainstream.

<P>"In the Cut" ist ein Erotic-Thriller. Im Zentrum steht die Professorin Frannie (Ryan). Sie ist Single, mag Sex, trifft aber nur auf Männer, die sie kalt lassen. Gewalt und Obsession mischen sich im Alltag, genauso aber im Kopf von Frannie. Eines Tages beobachtet sie ein Paar beim Sex, das Bild des Mannes verfolgt sie bis in ihre Träume. Kurz darauf glaubt sie, ihn wiederzutreffen. Es könnte Malloy sein, Kommissar des Morddezernats, der in ihrem Viertel ermittelt. Malloy leugnet, dass es sich um ihn handelt, vernimmt Frannie mehrfach als Zeugin, und die beiden beginnen eine Affäre. Irgendwann hat Frannie Grund zur Vermutung, der Polizist selbst könnte ein Killer sein. Campion mutet ihrer Heldin eine Fahrt in ihre Alpträume zu. Manchmal wirkt sie wie eine Schlafwandlerin, ein Eindruck, der durch die nervösen, mit Schärfen und Überblendungen arbeitenden Bilder verstärkt wird. Campion gelingen bewegende Einstellungen der Traurigkeit und des Einsamseins. </P><P>(In München: Mathäser). <BR><BR>"In the Cut"<BR>mit Meg Ryan, Mark Raffalo<BR>Regie: Jane Campion<BR>Hervorragend </P>

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