Kinderkram für Väter ohne Arbeit

- Spätestens seit Arnold Schwarzeneggers Film "Kindergarten Cop" haben die Amerikaner das Thema "Erwachsene kontra Kinder" für sich entdeckt. Nun wagt sich auch Komödien-Spezialist Eddie Murphy an diesen Erfolg versprechenden Stoff. Unter der Regie von Steve Carr spielt er die Rolle eines honorigen Geschäftsmannes, dessen Wissen und Können von den Kleinen einer völlig neuen Prüfung unterzogen werden.

Weil Charlie seine Stelle als Top-Manager eines Lebensmittelkonzerns verloren hat, muss der Arbeitslose nun mit seiner Frau den Aufgabenbereich tauschen. Während sie Karriere macht, betreut er zu Hause seinen Sohn. Schließlich macht er nach der sattsam bekannten Logik, dass die Sorge für ein Kind und die Sorge für mehrere Bobberl auf dasselbe herauskommen, in seinem Haus einen Tageskindergarten auf und wird bald von den lieben Kleinen völlig überfahren und gänzlich überfordert.<BR><BR>Wie bei Eddie Murphy nicht anders zu erwarten, sorgen in erster Linie die Dialoge für Tempo, Witz und Originalität. Trotzdem oder eigentlich gerade deswegen bleibt alles weitgehend an der Oberfläche. So ist auch die Botschaft des Films "Kindergarten Daddy" merkwürdig ungenau: Erziehung von Kindern ist für diese Gesellschaft und für den Erzieher selbst wichtiger und Glück bringender als eine steile Berufskarriere. Doch die konkreten Mittel der schließlich gelungenen Operation sind so individuell verschieden wie die selbst ernannten Tagesväter.<BR><BR> (In München: Mathäser, Marmorhaus, Maxx, Royal, Cinema i. O.)<BR><BR><BR>"Kindergarten Daddy"<BR>mit Eddie Murphy,<BR>Anjelica Huston<BR>Regie: Steve Carr<BR>Annehmbar

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