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Die Hauptdarsteller (l-r) Daniel Radcliffe, Emma Watson und Rupert Grint kommen zur Weltpremiere des Films "Harry Potter and the Deathly Hallows Part 1" am 11.11.2010 in London. (Archivbild)

Kino 2011: Von Abschieden und Fortsetzungen

München - Kinofans sollten 2011 stark sein. Denn sie müssen Abschied nehmen – vor allem von „Harry Potter“. Ansonsten dürfen sich Flimliebhaber auf Fortsetzungen und Comic-Verfilmungen freuen. Ein Ausblick:

Knapp zehn Jahre nach dem ersten Besucher-Hit soll im Sommer der letzte Teil um den Zauberlehrling und seine Freunde in die Kinos kommen. Damit nicht genug. Auch die „Twilight“-Freunde müssen sich langsam von ihren Helden trennen. Denn Ende des Jahres soll die Verfilmung der letzten Geschichte der „Twilight“-Saga anlaufen. Dabei gibt es etwas Aufschub: Da dieser Teil auf zwei Filme aufgeteilt wird, folgt das endgültige Leinwand-Aus erst ein Jahr später.

2011 wird aber nicht nur von Abschieden bestimmt. Mit „Black Swan“ zum Beispiel startet das Kinojahr mit einer herausragenden Natalie Portman als besessene Balletttänzerin, erfreut mit Animationsfilmen wie „Kung Fu Panda 2“ und „Die Schlümpfe“ und könnte unter anderem mit Roman Polanskis neuem Werk „Gott des Gemetzels“ kurz vor Weihnachten einen dramatischen Schlusspunkt finden.

Comic-Verfilmungen spielen eine wichtige Rolle

Außerdem setzen die Filmemacher wieder auf Altbewährtes und wollen mit Fortsetzungen erfolgreicher Werke Zuschauer anlocken. Dazu gehört der neue Teil von „Fluch der Karibik“. Ab Mai soll Johnny Depp als Jack Sparrow erneut die Meere unsicher machen. Dieses Mal bekommt Depp in „Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten“ Penélope Cruz an seine Seite. Einer von Cruz’ Ex-Geliebten hofft mit einer Fortsetzung ebenfalls auf volle Kinokassen: Tom Cruise wagt Ende 2011 eine neue „Mission: Impossible“. Immerhin hakelt die Karriere des Scientologen nicht erst seit dem mäßig erfolgreichen „Knight and Day“ etwas. Ob das Actionwerk wieder einiges zurechtrücken kann?

Im kommenden Kinojahr spielen auch Comic-Verfilmungen eine wichtige Rolle. „Green Lantern“ zum Beispiel ist zwar nicht so bekannt wie „Batman“ oder „Superman“, hat aber einen ähnlich sympathischen Helden: Ryan Reynolds, der Noch-Ehemann von Scarlett Johansson, spielt darin den Piloten Hal Jordan. Als erster Mensch stößt er zu den Green Lanterns, einer Gruppe von Kriegern, die geschworen haben, die intergalaktische Ordnung aufrechtzuerhalten und nun gegen einen besonders fiesen Bösewicht antreten (Juni). Auch Daniel Craig und Harrison Ford wollen Comic-Helden auf die Leinwand bannen: In „Cowboys & Aliens“ entführen sie die Zuschauer ab September in den Wilden Westen. Aliens dringen in den Westernalltag ein. Als Erstes darf sich 2011 aber Seth Rogen als Comic-Held behaupten. Ab Mitte Januar spielt er in „The Green Hornet“ den Zeitungsverleger Britt Reid, der nachts Verbrecher jagt und sich als Grüne Hornisse tarnt. Einer seiner Widersacher: Oscar-Preisträger Christoph Waltz.

Auch deutsche Produktionen stark vertreten

Deutsche Produktionen werden ebenfalls wieder stark im Kino vertreten sein. Dazu gehört zum Beispiel „Satte Farben vor Schwarz“, in dem Bruno Ganz und Senta Berger ein Ehepaar spielen, das an einem schwierigen Punkt im Leben steht. „Dschungelkind“ ist die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Sabine Kuegler, die als Kind mit ihren Eltern in den Urwald von West-Papua zog. Und Wim Wenders bringt mit „Pina“ einen dokumentarischen Tanzfilm in 3D über die 2009 gestorbene Choreografin Pina Bausch heraus. Für den Regisseur eine faszinierende Erfahrung: „3D wird uns die Möglichkeit geben, den Zuschauer direkt mit auf die Bühne zu nehmen, mitten hinein ins Zentrum des Geschehens.“

Von Aliki Nassoufis

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